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12:30 25.03.2015
Von Jörg Kallmeyer
Der A320 ist das klassische Flugzeug für die Urlauberflüge – er ist ideal für die Mittelstrecke.Foto: dpa
Der A320 ist das klassische Flugzeug für die Urlauberflüge – er ist ideal für die Mittelstrecke.Foto: dpa Quelle: MARTIN BUREAU
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6014 Maschinen sind im Augenblick im Einsatz. Die A320-Familie gehört, neben der ähnlich erfolgreichen Hauptkonkurrenz der Boeing-737-Familie, zu den am meisten verkauften Mittelstreckenflugzeugen. Für den europäischen Flugzeugbauer Airbus ist es das erfolgreichste Modell. Geschätzt wird es auch von den Billigfluggesellschaften.

Zur A320-Familie gehören auch die Modelle A318, A319 und A321, die sich eigentlich nur durch ihre Rumpflänge unterscheiden. Die gesamte A320-Familie hat daher den Vorteil, dass viele Bauteile bei den verschiedenen Flugzeugtypen identisch sind und sich gleich bedienen lassen. Das erspart den Airlines sowohl in der Technik als auch in der Ausbildung Kosten.

Der A320 gilt insgesamt als sicher. Seit seinem Erstflug im Jahr 1988 kam es dem Aviation Safety Network zufolge bisher zu 27 Unfällen mit Maschinen dieses Typs, bei denen die Flugzeuge zerstört oder so stark beschädigt wurden, dass sie nicht mehr einsetzbar waren.

Fatale Folgen bei technischen Problemen

Fachleute weisen allerdings auf eine Besonderheit des A320 hin: Er ist in besonderem Maße computergesteuert - und das könne bei technischen Problemen fatale Folgen haben.

Erst am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass ein Lufthansa-Airbus A321 auf dem Flug vom nordspanischen Bilbao nach München im November 2014 wegen Vereisungsproblemen fast abgestürzt war - ganz nahe der Flugroute des aktuellen Unglücksflugs 4U9525. Die vereisten Sensosoren hatten das Computersystem des Flugzeugs mit falschen Daten gefüttert und einen gefährlichen Sinkflug eingeleitet, den die Piloten nur durch beherztes Eingreifen stoppen konnten.

Das Alter der Lufthansa-Maschine und des Germanwings-Unglücksflugzeugs ist nahezu gleich. Lufthansa hat nach dem Vorfall im vergangenen Herbst die Sensoren bei allen Modell ausgetauscht - und offenbar ist das auch bei Maschinen der Konzerntochter geschehen. Das abgestürzte Flugzeug sei mit aktuellster Computertechnik ausgestattet gewesen, sagte der Leiter des Flugbetriebs bei Germanwings, Stefan-Kenan Scheib. Er wollte sich nicht dazu äußern, warum die Maschine vor dem Unglück in einem achtminütigen Sinkflug war.

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