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Auetal 125 Kinder werden mächtig staunen
Schaumburg Auetal 125 Kinder werden mächtig staunen
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21:45 11.07.2019
FamZ-Leiterin Beate Schürmann und Sebastian Wittek von der Bauabteilung der Gemeinde blicken auf die Umbaupläne. Quelle: la
Rolfshagen

Es gibt fast keinen Raum im Familienzentrum (FamZ) in Rolfshagen, in dem nicht gebaut wird und jeder, der einmal saniert hat, der weiß, dass das oft aufwendiger ist als ein Neubau. Trotzdem geht es gut voran im FamZ.

„Vor allem weil die Mitarbeiter des Bauhofes wirklich wahnsinnig fleißig sind“, lobte FamZ-Leiterin Beate Schürmann.
Dem kann Sebastian Wittek von der Bauabteilung der Gemeinde Auetal nur zustimmen: „Das läuft wirklich klasse, auch wenn einiges mehr zu tun ist als geplant.“

Einige Brandschutzmaßnahmen mussten nämlich umgesetzt werden. So wurde im Obergeschoss eine Tür zum Gruppenraum auf halber Treppe eingebaut und der Höhenunterschied durch eine massive Holztreppe überbrückt, die die Bauhofmitarbeiter selbst gebaut haben und die sehr gut zur Einrichtung des Raumes passt.

Das Obergeschoss, in dem der Raum, den die TuSG genutzt hatte, zu einem Gruppenraum für Kindergartenkinder umgebaut wurde, ist, bis auf Kleinigkeiten, fertig. Hier räumen die Praktikantinnen Cati Ventura Garcia und Annabell Kiesow schon wieder die Regale ein.

Schon beim Betreten des Flures, der ebenfalls umgebaut wurde, erlebt man den berühmten Aha-Effekt. Alles ist hell und freundlich, es gibt Platz genug für die Garderoben der Kita-Kinder, die übrigens Eltern schon an die Wände geschraubt haben. Ein neuer Sanitärbereich wurde für die neue Gruppe installiert und eine Art Atelier mit Werkbereich.

„Den ehemaligen Werkraum haben wir mithilfe von Eltern und Unterstützung des Fördervereins des Auetaler Kindergartens ,Die kleinen Strolche‘ zum Lese- und Spielraum umgestaltet“, erzählt Schürmann. In einer Ecke steht ein gemütliches Sofa, auf dem die Kinder sitzen und in Büchern blättern können und an einem Tisch sollen Spiele gespielt werden.

Der Personalraum im Obergeschoss bleibt unverändert und auch der Gruppenraum der Zwergengruppe hat lediglich die neue Fluchttür bekommen. „Im Obergeschoss haben wir nun die Räume für alle drei Kindergartengruppen. Das ist perfekt“, freut sich Schürmann.

Im Erdgeschoss sind die Bauhofmitarbeiter und Maler der Firma Strottmann noch fleißig bei der Arbeit.

Im Eingangsbereich entsteht gerade das Büro für Schürmann. „Dort bin ich besser aufgehoben, denn jeder muss an mir vorbei. Ich habe einen besseren Überblick und bin einfacher ansprechbar für die Eltern“, so die FamZ-Leiterin. Der ehemalige Gruppenraum wurde aufgeteilt in das neue Büro und die Erweiterung der Mensa. Zwar musste eine Wand zum bisherigen Essbereich stehen bleiben, aber es gibt einen breiten Durchgang und zur neuen Küche eine Durchreiche.
„Damit wird das Essen wesentlich entspannter“, freut sich Schürmann. Eine neue Küche muss noch eingebaut werden und ein Teil der Möbel soll ebenfalls erneuert werden. „Wir haben höhenverstellbare Tische bestellt, damit die Hortkinder beim Essen besser sitzen können“, so Schürmann.

Im ehemaligen Büro von Schürmann wird der Schlafraum für die Krippenkinder eingerichtet. Auch hier gibt es, aufgrund des Brandschutzes, eine neue Tür zum Gruppenraum. „Das ist sehr praktisch, denn wenn die Kinder nicht schlafen, kann der Raum jetzt gut mitgenutzt werden“, stellt Schürmann fest. Die kleinen Betten der Krippenkinder könnten nämlich schnell und praktisch gestapelt werden.

Aus dem alten Schlafraum wird eine Garderobe für das Personal. Im Keller hat es keine Veränderungen gegeben. Hier haben weiterhin die Hortkinder ihr Reich für sich.

Rund 75 000 Euro kostet der Umbau. Die realen Kosten für die Gemeinde wurden durch die Arbeiten der Bauhofmitarbeiter allerdings auf 60.000 Euro reduziert. Wenn am 29. Juli die FamZ-Ferien vorbei sind, sollen die meisten Arbeiten abgeschlossen und alle Räume betriebsbereit sein. Die 125 Kinder und ihre Eltern werden sicher mächtig staunen.

Bis dahin haben Beate Schürmann und ihre Helfer noch alle Hände voll zu tun. Schließlich muss, wenn alles fertig ist, noch geputzt und alles eingeräumt werden.

Von Kerstin Lange