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Auetal 500 Auetaler demonstrieren gegen Bahntrasse: Neues Gesetz im Bundestag sorgt für Unmut
Schaumburg Auetal 500 Auetaler demonstrieren gegen Bahntrasse: Neues Gesetz im Bundestag sorgt für Unmut
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11:37 20.01.2020
Rund 500 Auetaler nahmen an der Demo teil.  Quelle: tol
Rehren

„Das Auetal so klein und fein, ja so soll es auch immer sein. Ihr Auetaler steht jetzt auf, sonst nimmt die Bahn hier ihren Lauf“ – so lauten die ersten Zeilen des Protestliedes, das die Auetaler Martin Niemeier und Manuela Böttcher komponiert und getextet haben. Am Samstag sangen es knapp 500 Demonstranten vor dem Rathaus in Rehren.

Die Bürgerinitiative Auetal hatte die Demonstration organisiert. Mit dabei waren viele Auetaler, aber auch Vertreter der Interessengemeinschaft Cosinus. In der IG Cosinus haben sich sechs BIs zusammengeschlossen.

Protest gegen Neubau einer Bahntrasse

Vom Gewerbegebiet in Rehren zogen die Demonstranten friedlich, mit Plakaten und schrillen Trillerpfeifentönen bis zum Rathaus. Der Protest richtete sich gegen den geplanten Neubau einer ICE-Trasse durch das Auetal. „Ausbau statt Neubau“ fordern die Bürgerinitiativen und auf Landkreisebene war man sich da eigentlich längst einig. Dann kam aus Berlin die Idee des Neubaus. 

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„Uns bereitet das geplante Bauvorhaben der ICE-Trasse große Sorgen“, stellte Claudia Grimm vom Vorstand der BI Auetal fest. „Jetzt gibt’s noch eine Schippe oben drauf – das Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz, kurz MgvG.“

Mitbestimmung geht verloren

Das Gesetz sei in allen wesentlichen juristischen Formulierungen für das Verkehrsministerium und für den Bundestag und gegen die Bürger.

„Mitbestimmung geht verloren – garantiert“ – wurde die Abkürzung MgvG auf Protestplakaten betitelt.

Es lohnt sich zu protestieren

„Unser bisheriger Protest hat bereits etwas gebracht, denn ohne hätte das MgvG vielleicht nicht diese Aufmerksamkeit erfahren. Es lohnt sich also, zu protestieren“, stellte Grimm fest.

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„Ich freue mich über den Zuspruch, den der Aufruf der BI zur heutigen Demo ausgelöst hat“, sagte Bürgermeister Heinz Kraschewski. Auch wenn es erst kurz nach 11.30 Uhr sei, so habe die BI mit ihrer Aussage absolut Recht, wenn sie sagt: „Es ist 2 Minuten vor 12“.

"Bezeichnung macht schon Angst"

„Nicht lediglich die verschiedenen Aussagen zur ICE-Trassenplanung zwischen Bielefeld und Hannover haben im vergangenen Jahr für Verwirrung gesorgt und Ängste geschürt. Nein, jetzt zaubert das Bundesverkehrsministerium das nächste Damoklesschwert aus dem Hut. Mit dem aktuell bereits im Bundestag verhandelten Gesetzentwurf zum MgvG – allein die Bezeichnung macht schon Angst“, so Kraschewski. von Kerstin Lange

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