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Auetal Acht Elektro-Ladesäulen an Raststätte Auetal gehen an den Start
Schaumburg Auetal Acht Elektro-Ladesäulen an Raststätte Auetal gehen an den Start
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07:36 19.12.2019
Insgesamt acht neue Ladestationen sollen noch in dieser Woche in Betrieb gehen.  Quelle: tw
Auetal

Noch leuchtet der Schriftzug „Out of Service“ auf dem Display. Direkt darunter ist das Symbolbild eines – durchgestrichenen – Elektrosteckers zu sehen. Noch... Doch den insgesamt acht schneeweißen Ladesäulen, die, wie berichtet, die Firma Ionity (München) an den Autobahnraststätten Auetal Nord und Auetal Süd installiert hat, sieht man an, dass sie bereits in wenigen Tagen in Betrieb gehen sollen.

Ionity, ein Gemeinschaftsunternehmen der BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company sowie des Volkswagen-Konzerns mit Audi und Porsche, baut zeitgleich zu denen im Auetal auch Ladesäulen an der Autobahnraststätte Lehrter See Nord, ebenfalls an der A2 gelegen. Jeweils einen weiteren Ionity-Standort entlang dieser Trasse gibt es bereits in Magdeburg und in Lippetal.

Start noch vor Heiligabend

Derzeit legen Techniker der Münchner vereinzelt letzte Hand an die Trafostationen, die die jeweils vier Ionity- Ladesäulen an den Autobahnraststätten Auetal Nord und Auetal Süd mit Strom versorgen sollen. „Wir rechnen damit, dass wir noch am Freitag, 20. Dezember, die Freigabe erhalten“, erklärt Paul Entwistle, bei Ionity für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, auf Anfrage der Redaktion. Damit könnten die ersten E-Autos noch vor Heiligabend an die Ladesäulen rollen und Strom zapfen. 

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Direkt neben den jeweils vier Ladesäulen, deren Rückseite an Gefrierschränke erinnert, haben die Münchner die Fundamente für jeweils zwei weitere Säulen platziert. Sie sollen von Ionity „je nach Bedarf“ komplettiert werden.

Ladevorgang über Smartphone steuerbar

Die Münchner haben das Ziel ausgegeben, bis Ende des Jahres 400 High-Power-Charging (HPC) Schnellladestationen mit CCS-Stecker (Combined Charging System) und 350 Kilowatt zu installieren. 340 Stationen sollen in der EU platziert werden, davon wiederum etwa 100 in Deutschland. „Die Ladestationen, die wir an den Autobahnraststätten Auetal Nord und Auetal Süd installieren, gehören zu dieser 350-Kilowatt-Klasse“, sagt Entwistle. Nach einmaliger Registrierung interagieren alle Ionity-Säulen im Plug-and-Play-Verfahren mit dem jeweiligen Fahrzeug.

Kunden sollen den Ladevorgang schnell und unkompliziert über den mobilen Browser des Smartphones steuern und bezahlen können. Dafür müssen sie nur den QR-Code an der Ladestation scannen. Danach öffnet sich dann automatisch die Mobile-Payment-Website von Ionity, auf der die Kunden ihren Zahlungswunsch (Kreditkarte oder Paypal) eingeben und den Ladevorgang starten können. Er kostet laut Ionity acht Euro; dabei soll es sich um einen europaweit einheitlichen Fix-Preis handeln. Das Laden dauert je nach Größe der Batterie zwischen zehn und 30 Minuten.

Angebot wird ergänzt

Das an den Autobahnraststätten Auetal Nord und Auetal Süd installierte Combined-Charging-System kombiniert Normal- und Schnellladen in einem Stecker. Der Vorteil: Die gleiche fahrzeugseitige Buchse kann sowohl an normalen als auch an schnellen Ladesäulen genutzt werden. Schon Anfang des Jahrzehnts soll CCS der Stecker-Favorit der deutschen Autohersteller gewesen sein, später stießen auch die US-Marken sowie verstärkt asiatische Anbieter hinzu, wodurch CCS zu einem der wichtigsten Standards weltweit geworden sein soll.

Die Ionity-Ladesäulen ergänzen das Angebot, das die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) Kunden von Elektroautos bereits seit Oktober 2017 in Form von 62,5 Kilowatt-Ladesäulen an den Auetaler Autobahnraststätten macht. Die zugehörigen Trafostationen haben die Stadtwerke Rinteln mit einem Mobilkran aufgestellt. Die Stadtwerke sind es auch, welche die Zehn-Kilovolt-Netzanschlüsse herstellen. Jede Station hat eine Leistung von 1,25 Megawatt. von Thomas Wünsche

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