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Auetal Acht Stunden Betreuung kostenfrei
Schaumburg Auetal Acht Stunden Betreuung kostenfrei
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00:18 03.06.2018
Das Land will eine kostenfreie Betreuung in Kitas. Zumindest für acht Stunden. Quelle: dpa
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Auetal

„Das Land Niedersachsen hat einen Rechtsanspruch auf beitragsfreie Betreuung für acht Stunden beschlossen. Darüber hinaus haben und hatten die Kommunen schon immer das Recht, die weiteren Stunden zu berechnen. Also auch bei den Kindern im letzten Jahr vor der Einschulung“, erklärte Olaf Humke von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage dieser Zeitung.

Die Gemeinde Auetal bietet in ihren Einrichtungen schon immer Betreuungszeiten von vier, fünf, sechs oder neun Stunden an. „Daran wird sich vermutlich auch künftig nichts ändern, denn diese Zeiten haben wir ganz den Wünschen der Eltern angepasst“, erläutert Humke.

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Zeiten ändern sich nicht

Ändern wird sich am 1. August lediglich, dass Eltern, die ihre Kinder nicht länger als acht Stunden betreuen lassen, keine Gebühren mehr zahlen müssen. Wer allerdings die neunte Stunde in Anspruch nimmt, muss dafür 30 Euro pro Monat zahlen. Auch für die zusätzlichen Zeiten, von 7 bis 7.30 Uhr oder von 16.30 bis 17 Uhr, die nicht zu den Kernbetreuungszeiten gehören, fallen weiterhin Gebühren an. „Nämlich 15 Euro pro halbe Stunde und Monat“, so Humke.

Die Gebühren betreffen also weiterhin nur Eltern, die ihre Kinder in die Ganztagsbetreuung geben. Wer also sein Kind von 7 bis 17 Uhr im Kindergarten anmeldet, der muss dafür künftig 60 Euro pro Monat zahlen. „Bisher waren das 295 Euro“, erklärte Humke.

Hoffentlich reicht das Geld vom Land

Die Gemeinde bekommt die künftig ausbleibenden Kindergartengebühren für die achtstündige Betreuung vom Land erstattet.

Die notwendige Änderung der Satzung über die Benutzung von Tageseinrichtungen für Kinder der Gemeinde Auetal wird am Montag, 4. Juni, ab 17 Uhr im Spielgelsaal in Rehren im Jugend- und Sozialausschuss beschlossen.

„Wir freuen uns für die Familien, dass sie durch die Beitragsbefreiung entlastet werden, und hoffen, dass der Beitrag des Landes ausreicht, um die bisherigen Elternbeiträge zu kompensieren“, sagte Siegbert Held (WGA). Die WGA hätte sich auch eine Investition in die Qualität der Kitas vorstellen können – kleinere Gruppen, mehr Personal.

Bald acht Stunden möglich?

„Aber das ist Landespolitik und ohne unseren Einfluss“, so Held. Die WGA sehe noch ein paar Punkte in der Satzung, die nachgebessert werden müssen. Das solle in der Sitzung angesprochen werden. „Das Land finanziert beispielsweise den Eltern eine achtstündige Betreuung, aber die wird gar nicht angeboten“, so Held.

Humke betonte, dass die Betreuungszeiten nach den Elternwünschen eingerichtet wurden. Bleibt abzuwarten, ob im Jugend- und Sozialausschuss nun doch Änderungen beschlossen werden und auch achtstündige Betreuung ermöglicht wird. la