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Auetal Das passiert gerade auf den Auetaler Friedhöfen
Schaumburg Auetal Das passiert gerade auf den Auetaler Friedhöfen
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12:49 24.10.2019
Kristof Tomaszek und Anna Müller vom Bauhof stutzen in Borstel die Hecke. Quelle: la
Auetal

„Mit den Gräben sind wir fast durch. Dabei hat der Bauhof Unterstützung von einem Rehrener Unternehmen, das von der Gemeinde beauftragt ist“, erklärte Sebastian Wittek, Leiter der Bauabteilung der Gemeinde Auetal. Wichtig seien jetzt die Grünpflegearbeiten auf den Friedhöfen. „Am 17. November ist Volkstrauertag, und bis dahin muss alles ordentlich aussehen“, so Wittek.

Dass daran gearbeitet wird, war bei einer Rundreise durch das Auetal leicht erkennbar.

Urnenwandnoch soll noch Ende des Jahres geliefert werden

In Borstel sind Anna Müller und Kristof Tomaszek mit dem Schneiden der Hecke beschäftigt. Die Urnenwand, die für den Borsteler Friedhof geplant ist, ist von der Gemeinde in Auftrag gegeben worden und soll vermutlich noch Ende des Jahres geliefert werden. Dann muss allerdings noch die Friedhofsordnung geändert werden, da diese Form der Bestattung bislang noch nicht darin enthalten ist. Auch die Kosten für ein Urnenfach in der Wand müssen dann festgelegt werden.

In Altenhagen und auf weiteren Friedhöfen wurden in dieser Woche die Friedhofsboxen geleert. Mit einem Bagger und einem Lastwagen waren die Bauhofmitarbeiter im Einsatz. Der Müll wird in Rehren bei der Firma „Veolia“ entsorgt, was für die Gemeinde kostenpflichtig ist. „Aber das ist ja auch in den Friedhofsgebühren enthalten“, stellte Wittek dazu fest.

Unkraut-Kocher statt Glyphosat

Das ständig wachsende Unkraut und das Verbot von Glyphosat machen die Grünpflegearbeiten für die Bauhofmitarbeiter nicht einfacher. Immer neue, biologische Methoden der Unkrautbekämpfung werden daher ausprobiert. Eine ist der „Unkraut-Kocher“, und kürzlich wurde auf dem Friedhof in Rolfshagen ein Einsatzgerät des Bauhofes Obernkirchen getestet. Was genau sich die Bauhofmitarbeiter aus der Nachbarschaft entwickelt haben, konnte Wittek noch nicht erklären, aber das Ergebnis ist vorzeigbar. Der Hauptweg ist frei von Unkraut.

Voll des Lobes ist Wittek für die „Rentner-Truppe“ aus Bernsen. „Die haben da richtig was bewegt und machen auch noch weiter“, freut sich Wittek. Nachdem dort Flächen begradigt worden waren, sollen noch Bäume gepflanzt und ein Gedenkstein gesetzt werden. Außerdem seien Unterhaltungsmaßnahmen an der Kapelle vorgenommen werden.

„Die Gemeinde bezahlt selbstverständlich das Material, aber die Bernser unterstützen unsere Bauhofmitarbeiter richtig gut“, so der Bauabteilungsleiter. Gegen Nachahmer in anderen Ortschaften hätte er nichts einzuwenden.la

Von Kerstin Lange