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Auetal Für Fahrbahndecke der Kreisstraße 65 zeichnet sich eine Lösung ab
Schaumburg Auetal Für Fahrbahndecke der Kreisstraße 65 zeichnet sich eine Lösung ab
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20:33 11.10.2019
Die angegriffene Fahrbahndecke im Bereich „Auf der Hude“: Deutlich sind die Reifenabdrücke des Radladers zu sehen und beim Überfahren zu spüren.   Quelle: tw
Rolfshagen/Borstel

Die beschädigten 200 Meter Fahrbahn sollen demnach – erstens – repariert werden. Diese Reparatur aber soll – zweitens – in einer Art „Smart-Repair“-Verfahren erfolgen, sodass eine längere Vollsperrung der Straße nicht nötig wird. Danach dann sollen sich das von vielen beklagte Rattern und die Rumpelgeräusche beim Überfahren des Asphaltbandes erledigt haben.

Das zumindest stellt Markus Brockmann auf Anfrage der Redaktion in Aussicht. Der Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau, Geschäftsbereich Hameln: „Die Baufirma selbst hat uns zwar noch keinen Vorschlag vorgelegt, wie der Schaden behoben werden soll. Klar aber ist, dass die Fahrbahndecke für eine Reparatur nicht ausgebaut wird. Darüber ist man sich vor Ort einig.“ Stattdessen werde es „andere Wege“ geben, wie damit umgegangen werden soll.

Dagegen führe ein Ausbau mit anschließendem Neuverfüllen der Fahrbahndecke nicht nur zu einer Sperrung und dadurch erneut zu Zwangsumleitungen für Anlieger. Er führe auch dazu, dass es dann über die gesamte Fahrbahn hinweg zwei Nahtstellen respektive „Kanten“ gebe, die sich beim Überfahren ebenfalls negativ bemerkbar machen würden. Das sei wie etwas Schlechtes durch etwas anderes Schlechtes zu ersetzen und damit alles andere als optimal.

Keine gravierende Schäden

Wie bereits Brockmanns Stellvertreterin Uta Weiner-Kohl gegenüber dieser Zeitung erklärt hatte, hätten „Ebenflächigkeits-Messungen“ ergeben, dass der Schaden durch den Radlader „nicht so gravierend“ sei. Tatsächlich gebe es solche oder ähnliche Schäden an vielen Straßen. Dem Behördenleiter zufolge gebe es daher auch Erfahrungen, wonach sich die Unebenheiten im Asphalt im Laufe der Zeit durch die Reifen der darüber rollenden Fahrzeuge platt fahren würden – allen voran und spätestens jedoch im Winter durch die Räumschaufeln von Schneepflügen.

Laut Brockmann waren die Fahrbahnschäden, die Einheimische auf Facebook diskutiert hatten, dadurch entstanden, dass der besagte Radlader zu früh auf die noch frische Asphaltdecke gefahren war. „Er hat den Graben profiliert und dabei mit denjenigen Rädern, die zum Graben standen, viel Druck auf die noch frische Masse ausgeübt.“ Das sei „unglücklich“ gewesen.

Ob indes dieses Reparaturszenario tatsächlich wie oben beschrieben eintritt, hängt von der Analyse der Bohrkerne ab, die mit Blick auf die Abnahme der Straße gezogen wurden. „Diese Kerne“, so Brockmann, „sind zwar inzwischen aus dem Labor zurück, die Daten sind aber noch nicht ausgewertet.“ Das werde indes in Kürze geschehen. Dann werde die Baufirma einen Antrag auf Abnahme der Baustelle stellen, in dessen Zuge über die Reparatur der Straße entschieden werde. von Thomas Wünsche