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Auetal Gegen ICE-Trasse im Auetal: "Müssen auf uns aufmerksam machen"
Schaumburg Auetal Gegen ICE-Trasse im Auetal: "Müssen auf uns aufmerksam machen"
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16:10 27.07.2019
Lars Büttner (links) und Peter Gabel haben auf eigene Kosten Banner herstellen lassen und in Bernsen und Bernser Landwehr aufgestellt. Quelle: la
Bernsen

Zuvor hatten die Bernser Lars Büttner und Peter Gabel in Bernsen und Bernser Landwehr drei große Banner mit der Aufschrift „Keine ICE-Trasse durchs Auetal“ aufgestellt. „Wir müssen auf uns aufmerksam machen. Wenn wir das Auetal mit Plakaten pflastern, dann wird auch den Politikern in Berlin deutlich, dass wir uns wehren“, sagte Büttner. Man müsse dafür sorgen, dass die Planungen und die Umsetzung einer Schnellbahntrasse durch das Auetal teurer und außerdem deutlich verzögern würden, weil Klagen zu erwarten seien.

Wenn wir das Auetal mit Plakaten pflastern, dann wird auch den Politikern in Berlin deutlich, dass wir uns wehren.

Lars Büttner , Bürgerinitiative Auetal

Büttner: Ausbau vorhandener Trasse als Alternative

„Wir müssen auf uns aufmerksam und den geplanten Bau unangenehm machen“, so Büttner weiter. Man müsse „positiven Terror“ gegen Berlin ausüben und dabei aber anmerken, dass man nicht grundsätzlich gegen die Bahn und ihre Pläne sei, aber dass es eine Alternative gebe, nämlich den Ausbau der vorhandenen Trasse. „Die kann dann gerne auch mit goldenen Lärmschutzwänden ausgestattet werden“, meinte Büttner.

Er forderte mehr Bürger auf, 50 Euro in die Hand zu nehmen – und Banner zu kaufen und aufzustellen.

Furcht vor nächtlichem Güterzug-Lärm

Zuvor hatte Steg das Szenario der geplanten Schnellbautrasse durch das Auetal aufgezeigt: „Es geht nicht nur um die Personenbeförderung, nachts werden die Güterzüge durch unser Tal rollen.“ Außerdem werde das Auetal durch einen Trichter, in dem die Gleise verbaut würden, geteilt, Natur werde zerstört.

Die BI ist derzeit nur hintergründig handlungsfähig. „Wir warten auf den Eintrag ins Vereinsregister. Bis wir den haben, arbeiten wir wie an einem Gummiband. Wir werden immer wieder zurückgezogen“, so Vorstandsmitglied Claudia Grimm.

Es geht nicht nur um die Personenbeförderung, nachts werden die Güterzüge durch unser Tal rollen.

Hendrik Steg , Vorsitzender der Bürgerinitiative

Initiative hofft auf schnellen Eintrag ins Vereinsregister

Aber die BI hat schon fleißig gearbeitet. Gespräche mit Politikern werden geführt, mit Umweltschutz- und Naturschutzorganisatoren sowie mit dem Hegering. Außerdem wurden Flyer erstellt, die die Auetaler aufklären und als Mitglieder der BI werben sollen. Auch eine Button-Maschine ist bestellt, T-Shirts können mit dem Logo bedruckt werden und vieles mehr. „Schließlich geht das alle 6500 Auetaler und auch die rund 700 Buchholzer an, und wir müssen geschlossen auftreten und an einem Strang ziehen“, so Steg.

Die BI wird die Mitglieder und Interessierten zunächst weiter durch E-Mails über die weiteren Aktivitäten informieren und auf einen schnellen Eintrag ins Vereinsregister hoffen.

Von Kerstin Lange