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Auetal Hochgeschwindigkeits-Trasse: Fährt die Bahn bald durch das Auetal?
Schaumburg Auetal Hochgeschwindigkeits-Trasse: Fährt die Bahn bald durch das Auetal?
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20:38 19.03.2019
Eine Bahntrasse parallel zur viel befahrenen Autobahn 2 wollen die Auetaler auf jeden Fall verhindern. Quelle: Foto: la/Montage: tol
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Auetal

Während die Kommunalpolitiker bei der jüngsten Ratssitzung noch entspannt waren, was eine mögliche Hochgeschwindigkeits-Bahntrasse durch das Auetal angeht, so wurden sie am Montag wohl doch aufgeschreckt. Wie berichtet, hatte der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), nämlich nicht nur angekündigt, dass ICE-Züge künftig mit bis zu Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld durch Niedersachsen rauschen sollen, er merkte auch an, dass er, von den drei infrage kommenden Varianten, den Bau der dafür notwendigen Bahntrasse parrallel zur Autobahn 2 bevorzugt. Das würde bedeuten, dass die Bahntrasse auch durch das Auetal verläuft.

Bürgermeister Kraschweski: "Es wird ernst"

„Es wird ernst, befürchte ich“, war die erste Reaktion von Bürgermeister Heinz Kraschewski. Er selbst hatte während der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag noch gemeint, dass man zunächst noch auf mehr Informationen warten solle, hatte aber auch vorgeschlagen, dass die Verwaltung in der nächsten Ratssitzung eine entsprechende Resolution zur Diskussion und Verabschiedung vorlegt. „Inzwischen bin ich froh, dass wir die Resolution im Rat bereits angesprochen und quasi auf den Weg gebracht haben.“

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Dem hatten die Ratsfraktionen zugestimmt. Nur die SPD hatte sich durch ihren Fraktionsvorsitzenden, Rüdiger Teich, für die umgehende Gründung einer Bürgerinitiative ausgesprochen. Unterstützung bekam er von dem Bernser Helmut Büttner. Man dürfe nicht zu lange warten, hatte Büttner angemerkt.

„Ich halte es nach wie vor für nicht sehr wahrscheinlich, dass die Bahntrasse durch das Auetal gehen wird. Es wäre nicht wirtschaftlich, für fünf Minuten weniger Fahrzeit eine solche Investition zu tätigen und ein solcher Einschnitt in die Natur würde dafür ebenfalls keinen Sinn ergeben“, meinte Friedrich Gärling (CDU). Noch sei nichts entschieden. „Ich gehe davon aus, dass das so nicht realisiert wird.“

Kommt eine große Bürgerinitiative?

„Die Trasse vor der Haustür will keiner und wir werden machen, was wir kommunalpolitisch tun können“, sagte Anke Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen). Sie wünscht sich noch immer einen runden Tisch mit den heimischen Bundespolitikern. „Wir müssen groß denken, die anderen betroffenen Kommunen mit ins Boot nehmen und nicht nur für das Auetal denken“, so Schmidt. Nur eine große Bürgerinitiative, der auch Institutionen wie der Nabu angehören müssten, könnte etwas bezwecken. Für die Grünen habe die Verhinderung der Bahntrasse durch das Auetal in jedem Fall in nächster Zeit oberste Priorität.

„Laut dem jetzt bekannt gewordenen Zeitplan soll das wohl alles sehr schnell gehen und sich nicht, wie erwartet, noch einige Jahre hinziehen. Deshalb müssen wir jetzt sehr wach sein und dringend weitere Infos einfordern“, sagte Siegbert Held (WGA).

Es müssten schnell gesicherte Fakten auf den Tisch kommen. „Die WGS – und da es nicht nur um das Auetal, sondern um Schaumburg geht, spreche ich für die Wählergemeinschaft Schaumburg – kann sich nur den Ausbau der vorhandenen Trasse vorstellen. Die drei weiteren Varianten kommen für uns nicht infrage“, so Held. „Sowie Fakten vorliegen, gegen die man vorgehen kann, muss eine Bürgerinitiative gegründet werden“, sagte der WGA-Politiker.

Von Kerstin Lange