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Auetal Rehren: So kommt die Sanierung der Grundschule Auetal voran
Schaumburg Auetal Rehren: So kommt die Sanierung der Grundschule Auetal voran
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11:10 07.08.2019
Baustellen-Schnack: Hausmeister Friedjof Runge (links) und Auetals Bürgermeister Heinz Kraschewski machen sich ein Bild vom Stand der Umbauarbeiten an der Grundschule in Rehren. Quelle: Thomas Wünsche
Rehren

„Ich habe mich gerade eben noch einmal umgehört. Alle Arbeiten liegen im Zeitplan. Damit können wir die Sanierung pünktlich bis zum Ende der Sommerferien in Niedersachsen abschließen“, freut sich Heinz Kraschewski.

Für 93.000 Euro: Warum 44 Fenster ausgetauscht werden müssen

Mitarbeiter der Schock-Fenster GmbH mit Sitz in Rinteln sind derzeit dabei, die 44 Fensterelemente auszutauschen; die Firma, die im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung den Zuschlag erhalten hatte, trägt die Hauptlast der Sanierungsarbeiten. Mit 93.000 Euro machen die Fenster den größten Brocken der Bausumme – insgesamt 100.000 Euro – aus.

„Die vorhandenen Fenster, alle aus den Jahren 1985 bis 1992, entsprechen nicht den heutigen Anforderungen der Energieeinsparverordnung. Zudem sind sie optisch wie auch hinsichtlich ihrer Bedienbarkeit verschlissen“, hatte Sebastian Wittek von der Bauabteilung der Gemeinde Auetal kürzlich erklärt.

44 Fensterelemente werden an der Grundschule Auetal ausgetauscht. Das kostet 93.000 Euro, die vor allem das Land Niedersachsen stemmt. (Foto: Thomas Wünsche)

Die neuen Kunststoff-Fenster, die Schock verbaut, haben einen Ug-Wert von 1,1, die Außentüren und Fluchttüren einen Ug-Wert von 1,4. Der Wärmedurchgangskoeffizient, der sogenannte U-Wert, bestimmt den Verlust an Wärme, die durch Bauelemente eines Gebäudes nach außen dringt.

Diese Arbeiten folgen erst in den Herbstferien

Die Fenster auf der Südseite der Grundschule haben Außenjalousien. Bei der Erneuerung der Fenster sollen die abgängigen Rollläden durch 15 neue außen liegende Sonnenschutzanlagen, sogenannte Senkrechtmarkisen, ersetzt werden. Die Farbe: himmelblau. „Dieser Austausch“, so Kraschewski, „steht noch bevor und erfolgt in Kürze.“

Wenn dieser und auch die abschließenden Malerarbeiten vollzogen seien, sei die Schule für 2019 im Großen und Ganzen mit der Erneuerung durch. Einzig der auf die Herbstferien terminierte Austausch von Teppichböden in einigen Klassenräumen, die noch aus den Achtzigerjahren stammen, steht dann noch aus.

Besagte Teppichböden sollen PVC-Böden weichen, die als hygienischer gelten. Sie schlagen mit 30000 Euro zu Buche.

Umbaumaßnahmen werden von Hannover bezahlt

Dank der Fördermittel aus dem niedersächsischen Schulsanierungsprogramm „KIP 2“ muss die Gemeinde die Sanierungskosten nicht allein schultern. Mit fast 100.000 Euro soll der Löwenanteil als Zuschuss aus Hannover kommen.

„Zum übernächsten Schuljahr ab 2021 werden dann nochmals kleinere Umbauarbeiten im Gebäude notwendig werden“, so Kraschewski. Hintergrund ist die Einführung der jahrgangsübergreifenden Eingangsstufe im Auetal. Das bedeutet, dass die ersten beiden Jahrgänge gemeinsam in einer Lerngruppe unterrichtet werden.

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Für jeden Klassenraum entsteht ein Rückzugsraum

Um die Voraussetzungen für den Übergang in die dritte Klasse zu erlangen, haben die Schülerinnen und Schüler ein Jahr, zwei Jahre oder drei Jahre Zeit. „Für diese jahrgangsübergreifende Eingangstufe“, so der Bürgermeister, „müssen wir für jeden Klassenraum einen kleinen Rückzugsraum schaffen.“

Das Ganze sei baulich aber keine große Sache, das lasse sich vermutlich mit dem eigenen Bauhof und seinen qualifizierten Handwerkern machen. Zumal entsprechende Firmen aufgrund der allgemein gut gefüllten Auftragsbücher ohnehin nur schwer zu bekommen sein würden.

Nächste Baustelle: Auch bei der Sporthalle nebenan gibt's Bedarf

Derweil steht das nächste große Sanierungsobjekt gleich nebenan: die Sporthalle. „Wir sind derzeit dabei, gemeinsam mit den Vereinen ein Sportentwicklungskonzept, verbunden mit einer Bestandsaufnahme, zu erarbeiten“, erinnert Kraschewski. Größte Forderung sei dabei die Ertüchtigung des vielfach als zu klein empfundenen Gebäudes als Ballsporthalle.

Mögliche Hauptbaustellen seien die etwa 40 Jahre alten Sanitäranlagen, die fehlende Tribüne und die gleichfalls fehlenden Auslaufflächen. „Wenn man den Fuß ausstreckt, ist man schon auf dem Spielfeld.“

Außerdem gehe es darum, die Wünsche der Vereine wie SC Auetal, SV Hattendorf, TuSG Rolfshagen und TCC Borstel zu priorisieren und in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Zwar sei im Prinzip eine Förderung durch den Landessportbund möglich, doch diese Offerte sei bereits „hoffnungslos überbucht“, bedauert der Bürgermeister. von Thomas Wünsche

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