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Auetal Scheune brennt bis auf die Grundmauern nieder
Schaumburg Auetal Scheune brennt bis auf die Grundmauern nieder
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22:29 06.12.2011
Gestern früh um 5 Uhr kämpften 100 Feuerwehrleute aus dem Auetal, Rinteln und Bückeburg gegen die Flammen
Gestern früh um 5 Uhr kämpften 100 Feuerwehrleute aus dem Auetal, Rinteln und Bückeburg gegen die Flammen Quelle: tol
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Rehren (tol)

Nach eigenen Angaben sind die Bewohner des Bauernhofs im Kapellenweg gegen vier Uhr wach geworden. „Wir hörten ein Prasseln wie bei einem Hagelschauer.“ Der erste Blick aus dem Schlafzimmerfenster auf das Nachbargebäude gab keinen Aufschluss über die Ursache. Erst als der Ehemann aus dem Küchenfenster hinunter auf den Hof blickte, sah er hellen Feuerschein. Flammen schlugen in der Mitte der Scheune aus dem Dach heraus. Seine Frau wählte sofort die „112“ und meldete das Feuer.

Fast alle Ortsfeuerwehren des Auetals wurden alarmiert, zudem ist ein Löschzug aus Rinteln mit der Drehleiter um 4.30 Uhr angefordert worden. Die ersten Feuerwehrleute waren gegen 4.40 Uhr am Einsatzort. Löschwasser wurde von Hydranten im Kapellenweg und der Schulstraße entnommen sowie an zwei Stellen aus der Aue gepumpt. Vom Rettungskorb der Drehleiter konnten die Flammen gezielt von oben bekämpft werden. Eine zweite Drehleiter aus Bückeburg war in Bereitstellung.
Die sieben Bewohner des Bauernhofs konnten ihr Gebäude unversehrt verlassen. Zwei Kinder wurden von Nachbarn betreut. Gänzlich konnte die Feuerwehr die Wohnungen nicht vor Schäden bewahren. Das Dach und ein Raum eines Anbaus wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die obere Wohnung war verqualmt.

Glücklicherweise sind weder Menschen noch Tiere verletzt worden. Bis in das Jahr 2000 standen in der Scheune noch Kühe. Danach waren dort Pferde untergebracht, die seit Anfang Oktober in einem Außenstall sind. Die Feuerwehrleute konnten sogar noch sechs Hühner aus ihren Ställen befreien. Raub der Flammen wurden unter anderem Fahrräder, ein Schrank mit Pferdesätteln sowie eingelagerte Sommerreifen der Autos.

Auskunft zur Brandursache kann die Polizei frühestens am Donnerstag oder Freitag geben. „Zunächst müssen alle Nachlöscharbeiten abgeschlossen sein“, erklärte Jörg Stuchlik, Leiter des Rintelner Kriminalermittlungsdienstes. „Zudem darf keine Einsturzgefahr bestehen.“ Für Ende dieser Woche wollen Brandsachbearbeiter mit Unterstützung eines Brandspürhundes auf Spurensuche gehen.