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Auetal Schwerer Unfall zwischen Hattendorf und Rehren
Schaumburg Auetal Schwerer Unfall zwischen Hattendorf und Rehren
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00:19 01.04.2019
Beide Fahrer überstehen den Unfall leicht verletzt
Beide Fahrer überstehen den Unfall leicht verletzt. Quelle: pr.
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 „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen“ – so hat die Alarmierung gelautet, die die Auetaler Feuerwehren am Freitag kurz vor 11 Uhr erreicht hat. Damit war klar, dass Eile geboten war, denn schließlich ging es um Menschenleben. Das Problem allerdings –  die Rettungsleitstelle hatte den Unfall „auf der Schoholtenser Straße, Landesstraße 439, an der Escher Mühle“ gemeldet.

„Da war uns sofort klar, dass da etwas mit dem Einsatzort nicht stimmen konnte, denn die Schoholtenser Straße ist die Landesstraße 443, die südlich der Autobahn verläuft, die Escher Mühle steht aber an der L 439 zwischen Rehren und Hattendorf“, sagte Einsatzleiter Jochen Clausing von der Ortsfeuerwehr Rehren-Westerwald.

Rehrens Ortsbrandmeister, Thomas König war quasi vor Ort: So stimmte man sich kurz ab und stellte fest, dass der schwere Verkehrsunfall tatsächlich auf der L 439 zwischen Rehren und Hattendorf, direkt an der Bushaltestelle Escher, passiert war.
„Schlimm finde ich, dass die Leitstelle für mich nicht erreichbar war und ich so nicht dafür sorgen konnte, dass die richtige Einsatzstelle noch einmal über die Digitalen Meldeempfänger verschickt werden konnte“, so Clausing. Man habe sich aber untereinander verständigt, und so waren der Rettungsdienst, der Notarzt sowie die Feuerwehren aus Rehren-Westerwald, Schoholtensen-Altenhagen und Rolfshagen doch recht schnell am Unfallort.

Eingeklemmt war niemand

Zwei Fahrzeuge fanden die Retter stark beschädigt vor. Ein schwarzer Opel Zafira lag auf der Beifahrerseite, quasi in der Bushaltestelle, ein VW Jetta stand – mit erheblichem Schaden im Frontbereich – mitten auf der Landesstraße. Eingeklemmt war zum Glück niemand, doch die Fahrer beider Autos waren verletzt, mussten notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden.
Zunächst war völlig unklar, wie der Frontalzusammenstoß passiert war, doch anhand von Zeugenaussagen konnte die Polizei dann doch den Unfallhergang rekonstruieren.

Danach war der 79-jährige VW-Fahrer aus Bad Nenndorf, mit seiner 74 Jahre alten Ehefrau auf dem Beifahrersitz, auf der Landesstraße in Richtung Hattendorf unterwegs. An der Bushaltestelle fuhr er nach rechts, hielt kurz und wendete dann, um zurück in Richtung Rehren zu fahren. Dabei übersah er den 68-jährigen Hattendorfer in seinem Opel. Dieser konnte weder rechtzeitig bremsen, noch ausweichen – und so kam es zu dem Zusammenstoß.

Die Feuerwehren sicherten die Unfallstelle ab und beseitigten, nachdem die Verletzten versorgt waren, die Fahrzeugteile und Scherben von der Fahrbahn. Abschleppwagen mussten die beiden Autos, an denen Totalschaden entstanden war, abtransportieren. Die Landesstraße war für etwa zwei Stunden voll gesperrt. Der Verkehr wurde durch Escher umgeleitet.