Sichere Schulwege in Kathrinhagen: Ortsvorsteher Manfred Spenner kämpft um mehr Straßenleuchten
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Sichere Schulwege in Kathrinhagen: Ortsvorsteher Manfred Spenner kämpft um mehr Straßenleuchten

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13:00 20.07.2021
Manfred Spenner meint: Straßenbeleuchtung ist für die Schulwegsicherheit unerlässlich. 
Manfred Spenner meint: Straßenbeleuchtung ist für die Schulwegsicherheit unerlässlich.  Quelle: Archiv
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Kathrinhagen

„In all den 30 Jahren, in denen ich Ortsvorsteher in Kathrinhagen bin, haben wir Verbesserungen für den Ort selbst in die Hand genommen – und nicht nach der Gemeinde und ihrem Geld gerufen“, sagt Manfred Spenner. Das habe als erstes Projekt mit der Verlegung der Bushaltestelle von der Kreuzstraße und dem Bau des Buswartehäuschens am Parkplatz begonnen.

„Für uns“, sagt der Kathrinhäger, „war das damals praktizierte Schulwegsicherung.“ Dem habe auch der anschließende Bau des Gehweges gedient, den es an der Hauptstraße zuvor nicht gegeben habe. „Auch diesen Gehweg haben wir selbst bezahlt und selbst gebaut – so etwas hatte es bis dahin wohl in ganz Niedersachsen nicht gegeben“, erinnert Spenner. Nach eben diesem Prinzip seien von Kathrinhägern auch auf beiden Straßenseiten am Schützenhaus Gehwege gebaut worden.

Doch selbst wenn der Ortsvorsteher im Zuge der Kommunalwahl sein Amt abgibt: „Die Projekte müssen auch ohne mich weiterlaufen“, betont Spenner, der für seine Nachfolger eigens ein „Ortsentwicklungskonzept“ erstellt hat. Großes Thema auch darin: die Schulwegsicherheit.

Wege werden ausgebaut - aber „Schulwegsicherheit ohne Straßenbeleuchtung nicht zu haben“

Vermutlich noch Ende dieses Jahres werde der Geh- und Radweg an der K65 von Borstel kommend bis Ortseingang Kathrinhagen verlängert. „In der weiteren Planung für die nächsten fünf Jahre ist dann auch Kathrinhagen selbst mit drin“, freut sich der Sozialdemokrat. Dann werde die Geh- und Radweglücke zwischen dem Freibad in Rolfshagen und der Grundschule in Rehren endlich geschlossen sein.

Allerdings: „Wirkliche Schulwegsicherheit ist ohne eine vernünftige Straßenbeleuchtung nicht zu haben“, ist Spenner sicher – und da gebe es seit Jahren Defizite im Ort. „Doch die Eltern wollen unbedingt, dass ihre Kinder Licht haben, wenn sie morgens zur Schule gehen“, weiß der Ortsvorsteher.

„Der SPD geht es um die teils zu großen Entfernungen zwischen den Straßenleuchten, also um die zu großen Zwischenabstände“, erklärt Fraktionschef Rüdiger Teich. Der Bürgermeisterkandidat: „Das haben unsere Mitbewerber nie richtig verstanden; die meinten immer, wir wollen lediglich deren Leuchtdauer verlängern.“

Mehr als hundert Meter zwischen Leuchten - und damit viele dunkle Flecken

Laut SPD-Kandidat Christian Finke hatten die alten Straßenleuchten eine viel größere Lichtstreuung; bei den Neuen mit LED-Leuchtmitteln sei das anders. „Jetzt“, so Finke, „haben wir zwischen den einzelnen Leuchten dunkle Stellen. Spenner kopfschüttelnd: „Der damalige stellvertretende Gemeindedirektor war der Auffassung, dass im Auetal eine Straßenleuchte alle hundert Meter ausreicht.“ Tatsächlich seien die Zwischenabstände aber nicht selten noch größer, hat Teich beobachtet. Allein im Borsteler Bruch betrügen sie mehr als 200 Meter.

Mehr zum Thema: SPD-Fraktion möchte Überblick über Straßenbeleuchtung im Auetal

„Als es dann um die Dorferneuerung in Kathrinhagen ging, hatten wir es schriftlich: Wenn ich Gehwege ausleuchten und Schulwege sichern will, brauche ich alle 45 Meter eine Straßenleuchte“, betont Spenner. Soll in der Praxis heißen: Um den vorgegebenen Gesetzesstandard zu erfüllen, bräuchte allein Kathrinhagen noch wenigstens fünf weitere Leuchten. „Der einzige Ort im Auetal, wo die 45 Meter Abstand tatsächlich eingehalten werden, ist Hattendorf“, weiß der Ortsvorsteher. Da habe der Planer im Zuge der Dorferneuerung damals genau drauf geachtet.

Die Sozialdemokraten haben bei den Straßenleuchten in Kathrinhagen vor allem die Kathrinhagener Straße im Blick, denn: „Diese Straße ist eine Rennstrecke geworden“, bedauert Spenner. Damit die Fahrer dort den Fuß vom Gas nehmen, seien im Ort bereits Forderungen nach entschleunigenden Mittelinseln laut geworden. Last, but not least seien die Schulbusse viel zu voll, sodass die Schüler vielfach im Gang stehen müssten. „Die Logistik stimmt nicht. Es müssen mehr Busse eingesetzt werden“, sagt der Sozialdemokrat. Auch dafür werde die SPD im Sinne der Schulwegsicherung weiterkämpfen.

Von Thomas Wünsche