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Auetal So will „WIR in Rehren“ den Marktplatz aufwerten
Schaumburg Auetal

So will „WIR in Rehren“ den Marktplatz aufwerten

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12:13 04.09.2020
Diese vier schwarzen Pfeiler ersetzen seit Kurzem auf dem Marktplatz Rehren alte Poller und die einstigen rot-weißen Sperrketten. Quelle: tw
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Rehren

Es soll ein erster kleiner Schritt sein, das Aussehen des Marktplatzes, der aktuell mehr wie ein Parkplatz anmutet, aufzuwerten. Weitere Schritte könnten noch folgen.

„Rehrens Ortsvorsteher Jörn Lohmann hat sich über ,WIR in Rehren’ mit der Bitte ans Rathaus gewandt, die Situation auf dem Marktplatz zu vereinfachen“, erklärt Heinz Kraschewski auf Anfrage der Redaktion. Der Auetaler Bürgermeister: „Die alten Poller und rot-weißen Sperrketten stammen noch aus der Zeit, als man glaubte, dass auf dem Marktplatz ein Wochenmarkt entstehen und sich halten könnte.“

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Keine Marktbeschicker in Sicht

Doch von diesem Markt sei leider nur ein Fleischerei-Wagen übrig geblieben, der dort einmal die Woche – jeweils freitags – seine Waren verkaufe; da keine weiteren Marktbeschicker in Sicht seien, die in Rehren Geschäfte machen wollen, ergebe der Versuch eines Neustarts des Wochenmarktes keinen Sinn.

Die Ketten seien zum Schluss mehr im Weg gewesen, als dass sie einen Nutzen gehabt hätten. Die vier Pfeiler, die an ihre Stelle getreten seien, werteten das Erscheinungsbild des Marktplatzes dagegen ein Stück weit auf – und hätten obendrein auch nicht die Welt gekostet.

Wie Doreen Schwarzlaff, die allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters weiß, hat es „im Vorfeld der Neugestaltung einen Ortstermin gegeben“, an dem für die Gemeinde auch Olaf Humke von der Ordnungsabteilung des Rathauses teilgenommen habe.

„Im Vorfeld der Gründung von ,WIR in Rehren’ hatten wir die Bürger eingeladen und sie gefragt, was sie sich für den Ort wünschen“, erinnert Lohmann. Das Vorstandsmitglied, das zugleich auch Ortsvorsteher in Rehren ist: „Ein Ergebnis war, dass viele Rehrener wollten, dass der Marktplatz hübscher gestaltet wird – und zwar so, dass man auch das Gefühl hat, dass es wirklich ein Marktplatz ist.“

Liste mit Grünflächen der Gemeinde

Ein erster Schritt in diese Richtung sei es jetzt gewesen, die rot-weißen Sperrketten zu entfernen und die Zahl der Poller zu reduzieren. Darüber hinaus habe WIR in Rehren vom Rathaus einen Ordner bekommen, der eine Liste der Grünflächen enthält, die der Gemeinde gehören. „Einige dieser Flächen“, so Lohmann, „liegen auf dem Marktplatz.“ Vorstellbar sei, dass der Verein deren Neugestaltung und Pflege übernehme; ein entsprechender Vorstandsbeschluss stehe indes noch aus.

Entscheidender für die Zukunft des Marktplatzes sei und bleibe aber die Frage, was aus dem seit 18 Jahren leer stehenden Markant-Markt mit seinen 940 Quadratmetern Verkaufsfläche wird. Das Objekt ist bekanntlich im Eigentum des Esseners Teodot Kupcevsky – und wird zusehends zum Sanierungsfall.

Dass sich die Gemeinde Auetal an einem Programm zur Sanierung einer Privatimmobilie beteiligt, das sehe ich nicht.

Heinz Kraschewski , Bürgermeister

„Dass sich die Gemeinde Auetal an einem Programm zur Sanierung einer Privatimmobilie beteiligt, das sehe ich nicht“, erklärt der Bürgermeister. Zwar gebe es – theoretisch – auch die Möglichkeit, dass die Gemeinde den Markt kauft und mit Fördermitteln saniert: Doch das dürfte sich angesichts eines Verkaufspreises von 300.000 Euro „plus x“ schwierig gestalten. Kraschewski: „Da gibt es momentan Dinge, die für uns dringender sind als ein Kauf des Markant-Markts – nämlich der Neubau des Kindergartens.“

So bleibe für Rehren nur die Hoffnung, dass sich ein anderer Käufer für die Immobilie findet und es anschließend eine Nachnutzung mit „Strahlkraft“ und „Magnetwirkung“ gibt. Stichwort: Markthalle. Das sei eine Idee, die Kupcevsky im Frühjahr 2019 selbst ins Spiel gebracht habe. Allein: „Die Kaufkraft im Auetal ist für ein solches Projekt begrenzt“, fürchtet der Bürgermeister. Von Thomas Wünsche

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