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Auetal Tier und Halterin verletzt: „Familienhund“ beißt im Auetal zu
Schaumburg Auetal Tier und Halterin verletzt: „Familienhund“ beißt im Auetal zu
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20:49 16.04.2019
Ein schwarzer Mischlingshund hat in Schoholtensen einen anderen Hund angegriffen und diesen sowie dessen Halterin verletzt (Symbolbild). Quelle: Pixabay
Schoholtensen

Der Veterinär des Landkreises Schaumburg, Dr. Ulf Güber, hatte erst im März dieses Jahres bei den Hundebesitzern in Schoholtensen mit massiver Polizeiunterstützung drei Hündinnen sichergestellt, da diese nicht artgerecht gehalten wurden und eine illegale Zucht vermutet wurde.

Bereits im Juli 2018 hat es in Schoholtensen bei dem Paar, das aus Hannover ins Auetal gezogen war, eine Hausdurchsuchung gegeben. Auch damals ging es um eine illegale Zucht, nämlich sogenannter Kampfhunde – „American Pitbull Terrier“, die offiziell nicht von Züchterverbänden anerkannt sind.

Der alte Familienhund „Pascha“ – ein schwarzer Mischling – durfte nach beiden Einsätzen zunächst bei dem Paar bleiben.

Verfahren läuft

Die verletzte Frau hat das Veterinäramt über den Vorfall informiert. „Wir haben ein Verfahren nach dem niedersächsischen Hundegesetz eingeleitet und prüfen nun die Umstände, die zu der Beißattacke geführt haben“, sagte Kreisveterinär Güber auf Anfrage unserer Zeitung. Man wisse ja, dass die Hundebesitzer schwierig seien, aber selbstverständlich bekämen sie die Gelegenheit zu einer Stellungnahme. „Den Hund mussten wir nicht sicherstellen. Wir prüfen jetzt den Vorfall, denn es gibt immer zwei Seiten zu beleuchten“, so Güber.

Es müsse festgestellt werden, ob der Hund ein normales territoriales Verhalten gezeigt habe, dabei „nur“ die Grundstücksgrenze nicht eingehalten hat, oder ob eine übersteigerte Angriffslust, Kampfbereitschaft und Schärfe vorliegen.

Eventuell könnte den Hundebesitzern auferlegt werden, dass „Pascha“ nur noch mit Maulkorb auf dem Grundstück und darüber hinaus laufen darf.

Von Kerstin Lange