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Auetal Tierquälerei: Trächtige Stute im Auetal mit Messer attackiert
Schaumburg Auetal Tierquälerei: Trächtige Stute im Auetal mit Messer attackiert
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13:35 27.09.2019
Eine trächtige Stute im Auetal wurde von einem Unbekannten mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die Polizei bittet alle Pferdebesitzer um erhöhte Aufmerksamkeit.
Eine trächtige Stute im Auetal wurde von einem Unbekannten mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die Polizei bittet alle Pferdebesitzer um erhöhte Aufmerksamkeit. Quelle: Symbolfoto, dpa
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Auetal

Die Staatsanwaltschaft Bückeburg und die Polizei im Auetal ermitteln zurzeit in einem besonders schlimmen Fall von Tierquälerei. Ein Unbekannter soll eine trächtige Stute lebensgefährlich mit einem Messer haben. Dies war der Pferdehalterin am Mittwochnachmittag aufgefallen, weil sich ihr Tier auffällig verhielt.

Tierärztin stellt Verletzungen an Geschlechtsorganen fest

Das Tier habe ständig ausgeschlagen, berichten die Beamten. Von diesem Verhalten alarmiert, schaute sich die Besitzerin ihr Pferd genauer an und entdeckte bei der achtjährigen Stute erhebliche Verletzungen im hinteren Bereiches des Körpers. Sofort wurde eine Tierärztin alarmiert.

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Die Fachfrau aus Hameln stellte bei der Untersuchung "starke vorsätzlich hervorgerufene Verletzungen im Bereich des Afters und der Geschlechtsorgane" fest, berichtet die Polizei. Trotz der starken Verletzungen ist die Stute wohlauf - und konnte sogar einen Tag nach der Tat ein gesundes Fohlen zur Welt bringen.

Das sagt die Polizei zum Angriff auf die schwangere Stute

„Wir bitten mit Rücksicht auf die Pferdehalterin und auf ihren eigenen Wunsch um Verständnis dafür, dass wir den genauen Ort, an dem sich die Straftat ereignet hat, nicht nennen“, erklärt Axel Bergmann auf Nachfrage der Redaktion. Der Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg: „Das gleiche gilt für die Details der Verletzungen, die der Stute zugefügt wurden.“

Nur soviel: Es habe sich bei der Tatwaffe um ein scharfes Schneidwerkzeug, vermutlich ein Messer, gehandelt. Im Bereich der Koppel seien überdies viele Spuren gesichert worden, die nun von Polizei und Veterinäramt gemeinsam ausgewertet würden. Die attackierte Stute soll nicht das einzige Tier auf der Koppel gewesen sein. Ob sie von dem Täter bewusst und vorsätzlich ausgesucht wurde, entziehe sich noch der Kenntnis der Beamten.

Polizei bittet Pferdebesitzer um erhöhte Aufmerksamkeit

Inzwischen wurde auch das Veterinäramt des Landkreises Schaumburg eingeschaltet. Die Experten bestätigten die Vermutung, dass dem Pferd absichtlich Verletzungen zugefügt wurden, die auch zum Tod des Tieres hätten führen können.

Staatsanwaltschaft, Polizei und Veterinäramt ermitteln nun unter Hochdruck weiter. Alle Pferdehalter werden um besondere Aufmerksamkeit gebeten. Verdächtige Beobachtungen sollen umgehend über die Notruf-Nummer 110 an die Polizei gemeldet werden. Nur so könne eine Fahndung im gesamten Landkreis eingeleitet werden. lht, tw

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