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Bückeburg Ortsteile Bürgerinitiative Containerhafen: „Wir werden weiterhin aktiv bleiben“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Ortsteile Bürgerinitiative Containerhafen: „Wir werden weiterhin aktiv bleiben“
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18:53 18.02.2019
Die Regioport-Krananlage ragt weit über den Mittellandkanal hinaus. Unsere Aufnahme zeigt einen Blick von Berenbusch Richtung Norden. Quelle: bus
Bückeburg

„Wir werden weiterhin aktiv bleiben und auch die Aufstellung des neuen Bebauungsplanes kritisch begleiten“, gab Uwe Tönsing, der Vorsitzende der 2007 gegründeten Gemeinschaft, während einer Zusammenkunft im Cammeruner Dorfgemeinschaftshaus zu verstehen.

Auch wenn der Containerumschlagplatz mittlerweile über eine 35 Meter in die Höhe ragende Krananlage verfüge und der Regioport demnächst seinen Betrieb aufnehmen solle, sei die Bicon in den zurückliegenden Jahren durchaus erfolgreich gewesen. Tönsing erinnerte an den Beschluss des Leipziger Bundesverwaltungsgerichtes vom Mai 2018, der die Gründung des Regioport-Planungsverbandes für nichtig erklärt.

Neuer Bebauungsplan erforderlich

„Damit sind auch alle Beschlüsse des aus den Kreisen Minden-Lübbecke und Schaumburg sowie den Städten Minden und Bückeburg bestehenden Verbandes unwirksam“, erläuterte der Vorsitzende. Aufgrund des Urteils sei es nicht mehr möglich, weitere Baugenehmigungen für den Hafenbereich zu erteilen, dafür sei ein neuer Bebauungsplan erforderlich. „Allerdings“, räumte Tönsing ein, „ist es ein wenig frustrierend, vor Gericht recht zu bekommen und hier den unverminderten Fortgang der Bauarbeiten erleben zu müssen.“

Außer der kritischen Begleitung der neuen B-Plan-Aufstellung plant die Initiative, ihre Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren sowie mit publikumswirksamen und kreativen Aktionen auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. „Wir müssen zum richtigen Zeitpunkt trommeln, und das Publikum muss über die Aktionen schmunzeln können“, führte Tönsing aus. Die Bicon werde sich gezielt vorbereiten und zudem mit den Politikern härter ins Gericht gehen als bisher.

Von Herbert Busch