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Bückeburg Ortsteile Deshalb wird die Kindertagesstätte in Meinsen (noch) nicht erweitert
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Ortsteile Deshalb wird die Kindertagesstätte in Meinsen (noch) nicht erweitert
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09:03 05.11.2019
Die Kindertagesstätte in Meinsen soll erweitert werden. Eine Entscheidung über das Wie ist aber noch nicht gefallen - die von der Kirchengemeinde angedachte Lösung ist der Verwaltung zu teuer. Quelle: kk
Bückeburg

In der Causa „Erweiterung der Kindertagesstätte in Meinsen“ ist noch keine Entscheidung gefällt worden. Die Kirche drängt auf eine schnelle Lösung – und macht Druck. Der Leiter des Fachbereiches Familien und Soziales, Christian Schütte, hat nun allerdings konkrete Zahlen vorgelegt. Darüber hinaus stellte der Fachbereichsleiter den Politikern im zuständigen Ausschuss die Baumaßnahmen, die es durchzuführen gilt, vor.

Weitere Kleingruppe gewünscht

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Meinsen hatte Ende August den Wunsch geäußert, die Kita erweitern zu wollen. Die Kirchengemeinde beabsichtigt, eine Kleingruppe mit bis zu zehn Kindern im bisherigen Mitarbeiterraum der Einrichtung unterzubringen. Zudem hatte sie vorgeschlagen, ein Modulgebäude für die Mitarbeiter im Außenbereich der Kindertagesstätte zu errichten.

Wie Schütte mitteilt, würde ein solcher Modulbau mit 27.000 Euro pro Jahr zu Buche schlagen. „Wenn das Gebäude länger als ein Jahr stehen bleibt, kämen auch noch hohe Kosten für die Wärmedämmung hinzu“, erklärt Schütte.

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Verwaltung sucht Alternative zu Container

Nach Informationen dieser Zeitung sucht die Stadtverwaltung derzeit nach einer günstigeren Alternative zu dem von der Kirchengemeinde favorisierten Bürocontainer. „Es ist geplant, dass die zusätzliche Kleingruppe in den Folgejahren bestehen bleibt, damit auch dann zusätzliche Betreuungsplätze zur Verfügung stehen“, erklärt Schütte. Diese Kita-Plätze könnten bei Bedarf auch von Kindern aus der Umgebung, wie Bückeburg und Scheie, genutzt werden, sagt der Fachbereichsleiter.

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Im laufenden Kindergartenjahr hätten nach Angaben der Kirchengemeinde insgesamt sechs Kinder nicht von der Krippen- in eine Kindergartengruppe übernommen werden können. Die Situation würde auf dem Zusammentreffen verschiedener Faktoren beruhen, heißt es seitens der Kirchengemeinde. Lediglich neun Schulanfänger hätten zum August 2019 den Kindergarten verlassen, Fortzüge oder Kündigungen lägen nicht vor – und die Anzahl der Dreijährigen in der Krippe sei in diesem Jahr besonders hoch. Ab August 2020 könnten allen sechs Kindern jedoch wieder Betreuungsplätze in der Kindertagesstätte Meinsen angeboten werden.

Plätze fehlen: Erweiterung sollte kurzfristige Übergangslösung ermöglichen

Ursprünglich war die Idee der Kirchengemeinde, den Kindern und ihren Eltern durch die Erweiterung der Kita eine zeitlich befristete Übergangslösung zum 1. November anbieten zu können. Ob der Termin wirklich gehalten werden kann, ist fraglich. Meinsens Pastor Ulrich Hinz hatte in einem Brief an die Stadtverwaltung und an die Politiker Ende August geschrieben, er erwarte „einen zeitnahen Beschluss, um den betroffenen Familien sehr bald eine Nachricht zukommen zu lassen und die notwendigen betriebsinternen Voraussetzungen baldmöglichst schaffen zu können“.

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Schließlich sei die „zugrunde liegende Problematik allen Beteiligten seit Frühjahr 2019 bekannt“, heißt es in dem Schreiben des Pastors weiter. „Wir als Kirchengemeinde wissen auch noch nicht, wie es weitergeht, und warten erst einmal ab“, sagte Hinz auf Anfrage dieser Zeitung nach der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend und Familie. Falls die Kita nicht rechtzeitig erweitert werden kann, müssten die sechs Kinder auf andere Einrichtungen aufgeteilt werden, heißt es von der Kirchengemeinde Meinsen. Plätze für alle gäbe es – nur eben nicht in Meinsen.

Für die Erweiterung der Kita sei es nötig, den bisherigen Mitarbeiterraum der Einrichtung umzubauen. Die Stadtverwaltung rechnet mit Kosten in Höhe von 11.000 Euro. Unter anderem müsse für das Geld eine Fluchttür eingebaut, zudem müssten Möbel gekauft werden, erklärt Fachbereichsleiter Schütte. Von Leonhard Behmann

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