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Bückeburg Stadt 30 Jahre Ratsfrau – sechs Jahre Bürgermeisterin
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt 30 Jahre Ratsfrau – sechs Jahre Bürgermeisterin
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19:45 16.12.2011
Hohe Auszeichnung für kommunalpolitische Urgesteine: Ex-Bürgermeisterin Edeltraut Müller (rechts) und Rosemarie Steinert werden vom Rat zu Ehrenratsherren ernannt, Friedrich Rösener zum Ehrenortsbürgermeister.    © rc
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Bückeburg (rc). Mit Edeltraut Müller wurde das politische Urgestein der vergangenen Jahrzehnte verabschiedet. 30 Jahre saß sie von 1976 bis 2011 – mit einer Unterbrechung – im Rat. Von 2001 bis 2006 war sie Bürgermeisterin der Stadt. Sie war Beigeordnete, saß „in so gut wie allen Ausschüssen, kaum aufzuzählen“, wie es Bürgermeister Reiner Brombach in seiner Laudatio formulierte: „Aber dem Sozialausschuss galt ihr ganzes Herz.“ Bei der Kommunalwahl 2011 fehlten ihr nur wenige Stimmen zur Wiederwahl, der dann siebten Wahlperiode. Aktiv wird sie aber weiterhin sein, ist Vorsitzende des Hospizvereins „Via“ oder des Heimatvereins, mit im Behindertenbeirat.

Rosemarie Steinert saß von 1996 bis 2011 im Rat und trat bei der Kommunalwahl nicht mehr an. Ihre „Steckenpferde“ waren der Feuerschutz und die Schulen.

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20 Jahre war Rösener Ortsbürgermeister von Cammer, setzte sich dafür ein, dass „sein kleines Dorf hinter dem Schaumburger Wald“ in der Stadt nicht vergessen wurde und genügend Mittel dorthin flossen. „Vergesst Cammer nicht“, sagte er in seiner launigen Abschiedsrede: „Wir haben auch große Hände für Eigenleistungen.“

In seiner Laudatio betonte der Bürgermeister die Bedeutung des Ehrenamtes, einem Amt, das nicht nur Ehre bedeute, sondern auch Verpflichtung. „Ohne Ehrenamt ist das Gemeinwesen der Kommunen nicht aufrecht zu erhalten. Es ist die tragende Stütze unserer Gesellschaft.“ Aber: Das Gemeinwesen müsse darauf achten, die Bürger mit dem Ehrenamt nicht zu überfordern. Manches müsse hauptamtlich gemacht werden.

Die Arbeit der ausscheidenden Räte sei vom „Glauben und Willen beseelt gewesen, diese Stadt weiter zu entwickeln“. Die Stadt sei durch sie in erheblicher Weise vorangebracht worden. „Sie haben viel Freizeit geopfert, was heute nicht mehr selbstverständlich ist.“ Lang anhaltender Applaus des Rates zum Schluss.

Verabschiedet wurden Malte Bolanz (5 Jahre), Dr. Hermann Gundlach (5), Rüdiger Homeier (5), Ludwig Pohl (10), Dagmar Vogeler-Kreusel (10) und Christopher Wuttke (10).

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