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Bückeburg Stadt 43 Kleinode neu entdeckt
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt 43 Kleinode neu entdeckt
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08:45 24.10.2018
Quelle: pr.
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Bückeburg

Außerdem ist das, was es – Stand 2004 – abbildet, in die Jahre gekommen. Nicht zuletzt gibt es zum Gezeigten neue Erkenntnisse. In der Summe sind das für die Schaumburger Landschaft gleich drei gute Gründe, das Buch „Gärten im Weserbergland: Eine Reise zu Parks und Gärten entlang der Weser“ – zusammen mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen – neu aufzulegen. Ab sofort ist es im Handel erhältlich und macht auf dem weihnachtlichen Gabentisch sicherlich eine gute Figur.

„Die aus der Feder von Petra Widmer stammenden Texte sind von dem Landschaftsarchitekten Henning Dormann überarbeitet und aktualisiert worden“, berichtet Lu Seegers, die die knapp 100 Seiten starke Neuauflage gemeinsam mit Verleger Jörg Mitzkat vorstellte. Die Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft: „Gegenüber dem Erstling sind 90 Prozent der von Sigmund Graf Adelmann, Henning Dormann, Sigurd Elert und Jörg Mitzkat geschossenen und durchweg stimmungsvollen Fotos neu.“ Lediglich die historischen Aufnahmen wurden übernommen. Besitzer der Ausgabe von 2004 können also vergleichen, wie sich die 43 Parks und Gärten im Laufe von 14 Jahren verändert haben – vom Park an der Klus in Bückeburg bis zum Rittergut Voldagsen bei Coppenbrügge. Dabei liegen allein 16 der vorgestellten Kleinode im Schaumburger Land. Konkret: in Bückeburg, Bad Eilsen, Rinteln, Obernkirchen, Stadthagen, Bad Nenndorf, Apelern und Hagenburg. Mit Schlosspark, Palaisgarten, Schloss Baum und Klus stellt die Ex-Residenz jedoch das Gros der Anlagen.

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Große Bandbreite

„Im Buch erstmals vorgestellt“, so Mitzkat, „wird der Kurpark von Bad Driburg.“ Mit dem Gräsergarten des niederländischen Gartenkünstlers Piet Oudolf, der 2009 einen blühenden Fluss aus 80 Pflanzenarten kreiert hat, zählt Bad Driburg zu den jüngsten der vorgestellten Parks. Die ältesten sind die Klostergärten in Amelungsborn und Fischbeck. Dazwischen spannt sich die ganze Gestaltungsbandbreite, vom Barockpark bis zum Landschaftsgarten.

„Neue Erkenntnisse“, so Mitzkat, „gibt es zum Beispiel über das Gut Meinbrexen bei Höxter. Der dortige Park wurde nämlich ganz bewusst als Freimaurergarten angelegt.“ Das wisse man erst seit 2011. Einen breiteren Raum nimmt der Kurpark von Bad Nenndorf ein.

Äußerlich präsentiert sich die Neuauflage von „Gärten im Weserbergland“ mit einem abwischbaren Softcover und einer – haltbaren – Fadenheftung. Damit ist klar: Es will nicht nur zu Hause im Bücherschrank stehen, sondern auf Park-Exkursion mitgenommen werden. Wobei diese Erkundungstouren am Sofatisch generalstabsmäßig vorbereitet werden können. „Alle 43 Gärten sind auf zwei übersichtlichen Klappkarten im Einband verzeichnet“, sagt Seegers. Jedes einzelne Gartenporträt enthält Lageskizze, Anfahrtbeschreibung, Öffnungszeiten und Kontakttelefonnummer. Eine weiterführende Literaturliste über die Gärten der Region im Besonderen und die Gartenbaukunst im Allgemeinen rundet das Werk ab.

Das Buch

Gärten im Weserbergland“ ist im Verlag Jörg Mitzkat (Holzminden) erschienen, hat knapp 100 Seiten und kostet 19,80 Euro. ISBN 978-3-95954-053-7. Die Neuauflage beträgt 2500 Exemplare. tw