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Bückeburg Stadt Aktuell 23.000 Pakete die Woche
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Aktuell 23.000 Pakete die Woche
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00:20 22.12.2018
Pakete werden im Paketzentrum von Deutsche Post und DHL in Hannover für die Tour zum Zustellstützpunkt Luhden auf einen Lkw geladen. In dem Paketzentrum ist die arbeitsreichste Woche des Jahres im vollen Gange.
Pakete werden im Paketzentrum von Deutsche Post und DHL in Hannover für die Tour zum Zustellstützpunkt Luhden auf einen Lkw geladen. In dem Paketzentrum ist die arbeitsreichste Woche des Jahres im vollen Gange.  Quelle: dpa
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BÜCKEBURG/LUHDEN

„Der Donnerstag vor Heiligabend ist in Sachen Paketumschlag einer der zwei stärksten Sendungstage; der andere war gestern“, bestätigt DHL-Sprecher Jens-Uwe Hogardt. "Auf diese Großkampftage haben wir uns in Sachen Planung sowie Personalgewinnung und -einarbeitung bereits seit dem Spätsommer vorbereitet“, so Hogardt.

 Dem Sprecher zufolge hat der Anstieg im Paketgeschäft bereits im November begonnen und wird noch bis Januar sein hohes Niveau halten. „Nach dem Fest ist nicht gleich Schluss“, so der Pressesprecher. „Denn dann kommen die Weihnachts-Retouren.“ Bereits seit etwa fünf Jahren beobachte DHL, dass die Zahl der beförderten Pakete Jahr für Jahr um etwa zehn Prozent steigt. Dieser Trend sei zwar nicht überall gleich stark, in Regionen abseits der Großstädte wie dem Schaumburger Land aber besonders ausgeprägt. „Dort tätigen vergleichsweise viele Kunden ihre (Weihnachts-)Einkäufe über das Internet und lassen sie sich dann über die Paketdienste nach Hause schicken“, so Hogardt.

Mehr Mitarbeiter und Fahrzeuge

Für das gesteigerte Paketaufkommen hat DHL seinen Ende 2014 als 1100 Quadratmeter große, eingeschossige und ebenerdige Halle errichteten Zustellstützpunkt an der Schermbecker Trift in Luhden aufgerüstet: „Normalerweise arbeiten dort 39 Mitarbeiter mit 39 Zustellfahrzeugen. Aktuell haben wir das Kontingent um fünf Mitarbeiter und fünf Fahrzeuge aufgestockt“, rechnet der Pressesprecher. Die Post rekrutiere sie in der Regel selbst, greife nur im Ausnahmefall auf Zeitarbeitsfirmen zurück.

Die Mitarbeiter bedienen knapp 40 Zustellbezirke, zu denen neben Bückeburg und Eilsen auch Obernkirchen gehört. Zwölf der Zustellfahrzeuge sind Street-Scooter; dabei handelt es sich um 2,2 Tonnen schwere umweltfreundliche Elektrofahrzeuge. Über ein Spiralkabel und einen Spezialstecker werden ihre Lithium-Ionen-Batterien über Nacht aufgeladen – genug Energie für 60 bis 80 Kilometer Fahrstrecke. Bis zu 300 Stopps pro Tour kommen dabei zusammen – eine große Belastung für Mensch und Maschine.

Aus Anderten und Pattensen

Üblicherweise wird der Zustellstützpunkt morgens von zwei Lkw angefahren: Einer kommt vom DHL-Paketzentrum Anderten, der andere vom DHL-Briefzentrum in Pattensen. Deren Fracht werde sortiert und dann auf die Zustellautos umgeladen. Die machen sich anschließend auf den Weg, um die Post im Laufe des Tages zu verteilen, und kehren irgendwann nachmittags zum Stützpunkt zurück.

Hogardt: „Einen ähnlich starken Anstieg, wie wir ihn bei den Paketen verzeichnen, gibt es bei den Briefen in der Weihnachtszeit nicht.“ Das könnte der Tatsache geschuldet sein, dass immer mehr Menschen ihre Weihnachtsgrüße via E-Mail oder WhatsApp verschicken und die klassische Weihnachtspostkarte immer seltener wird. Von Thomas Wünsche

Rekordmengen

Die Deutsche Post erwartet zu Weihnachten neue Höchstmarken in ihrem deutschen Paket-Geschäft: An den Tagen direkt vor Heiligabend rechnet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit neuen Rekordmengen von über elf Millionen Paketsendungen täglich. Im vergangenen Jahr lagen die Spitzenwerte vor Weihnachten bei rund zehn Millionen Sendungen. An normalen Tagen befördert der Konzern rund 4,6 Millionen Pakete durch Deutschland. Um der weihnachtlichen Paket-Flut Herr zu werden, setzt die Post auf Aushilfen und zusätzliche Fahrzeuge.

Bei der Post werden wie im Vorjahr rund 10.000 zusätzliche Kräfte bundesweit eingesetzt . Für die Post kurven dann auch mehr Fahrzeuge durch die Republik, um die Pakete zu den Verbrauchern zu bringen – bundesweit sollen es über 12000 zusätzliche sein; ein Teil davon komme von Mietwagenverleihern. tw