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Bückeburg Stadt Baumkronen Am Wiedkamp in Müsingen halbiert
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Baumkronen Am Wiedkamp in Müsingen halbiert
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21:10 10.09.2019
„Grauenhaft sieht das aus“, meint ein Anwohner. Arbeiter des Bauhofes haben die Bäume in Müsingen halbseitig zurückgeschnitten. Jetzt ist zu klären, ob die Bäume gefällt werden müssen, weil die Statik der Kugelahorne geschwächt worden ist.  Quelle: leo
Müsingen

„Grauenhaft sieht das aus“, schimpft ein Anwohner, der an den Bäumen vorbeigeht. Vor ein paar Wochen seien Arbeiter gekommen und hätten die Bäume halbseitig heruntergeschnitten, berichtet ein Anwohner, der namentlich nicht genannt werden möchte. „So darf man doch einen Baum nicht schneiden, dadurch wird die ganze Statik des Baumes geschwächt“, meint ein anderer Anwohner.

Eine Nachfrage dieser Zeitung bei der Stadtverwaltung ergibt, dass der Bauhof die Bäume im Auftrag des Bauamtes zurückgeschnitten hat. Die kugeligen Bäume stünden sehr nah an der Straße. Äste hätten Fahrzeugen den Weg versperrt „Der Müllwagen kam nicht mehr durch, und auch Möbelwagen hätten die Straße nicht mehr befahren können, wenn wir nichts gemacht hätten“, erklärt Bauamtsleiter Björn Sassenberg.

Bäume stehen zu nah an der Straße

Über das Ergebnis der Arbeiten ist der Amtsleiter aber selbst überrascht. „Das sieht jetzt natürlich sehr unschön aus. Da hätte der Bauhof mit Augenmaß arbeiten müssen“, räumt Sassenberg ein. Normalerweise dürfe der Kugelahorn sowieso nur rund geschnitten werden.

Dass die Bäume so nah an der Straße stehen, sei im Bauamt bei der Beauftragung des Bauhofes nicht klar gewesen. „Es handelt sich um einen Planungsfehler. Die Bäume hätten gar nicht so nah an der Straße gepflanzt werden dürfen“, erklärt der Bauamtsleiter. Wann genau die Bäume gepflanzt wurden und wie alt sie sind, konnte das Bauamt auf Anfrage nicht mitteilen.

Nun soll ein Baumsachverständiger die sieben Kugelahorne untersuchen. Er soll feststellen, wie es um die Statik der Bäume steht. Solange das Ergebnis noch aussteht, will sich Bauamtsleiter Björn Sassenberg noch mit Vermutungen zurückhalten. Es sei jedoch möglich, dass die Bäume „entnommen“ werden müssen. Das bedeutet: Die Ahorne müssen gefällt werden. „Das wäre natürlich das Worst-Case-Szenario“, sagt Sassenberg: „Vielleicht kriegen wir das aber auch mit einem Formschnitt wieder hin.“ Von Leonhard Behmann