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Bückeburg Stadt Begeisterung beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS)
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Begeisterung beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS)
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08:33 15.07.2019
Comes Vagantes begeistern die Zuschauer. Quelle: Johannes Pietsch
BÜCKEBURG

Und auch nicht, dass eine derart ausgelassen-fröhliche und geradezu euphorische Stimmung unter Besuchern ebenso wie Akteuren herrschen würde. Denn noch bis vor zwei Wochen hatte alles danach ausgesehen, als würde das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum wegen der bis dato ungeklärten Parkplatzfrage in diesem Jahr in Bückeburg seine Abschiedsvorstellung geben.

„Es ist gut, dass wir hier sind, aber noch besser, dass wir es nächstes und übernächstes Jahr auch wieder sind“, erklärte Moderator Horis El Hammamy, als er wie üblich als Mönch „Bruder Rectus Halleluja“ das MPS mit der offiziellen Morgenmesse eröffnete, unter dem lautstarken Jubel des Publikums. Das fand sich im Laufe des ersten MPS-Samstags in so gewaltiger Zahl auf dem Veranstaltungsgelände zwischen Mausoleum und Bundesstraße 83 ein, dass selbst die um satte 70 Meter nach Westen erweiterte Publikumsfläche vor der MPS-Bühne bei den Auftritten der Bands D’Artagnan und Saltatio Mortis kaum ausreichte.

Band Schandmaul mit dabei

Den größten Fan-Andrang erlebte dabei mit Abstand die Band Schandmaul: Die Münchener Mittelalter-Rocker um den in Stadthagen aufgewachsenen Sänger Thomas Lindner traten zum ersten Mal überhaupt auf einem Termin des MPS auf und lockten dadurch Fans bis weit über Norddeutschland hinaus nach Bückeburg. Das i-Tüpfelchen setzte dem Ganzen das Wetter auf, als es statt der angekündigten Gewitter über dem Veranstaltungsgelände die Abendsonne scheinen ließ.

Entsprechend begeistert fielen die Reaktionen der Besucher aus: „Einfach wunderschön!“, „Großartig!“, „Alles perfekt!“, „Einfach genial!“ oder „Der Hammer!“ lauteten die Besucherstimmen, die anschließend in den sozialen Netzwerken zu lesen waren.

Selbst die in den vergangenen Jahren immer recht komplizierte Situation rund um den Großparkplatz während der Stoßzeiten erwies sich in diesem Jahr als so gut durchorganisiert, dass es selbst während der nächtlichen Abfahrt der meisten Besucher kaum zu Stockungen kam.

20 riesige Dinosaurier- und Drachenfiguren

Optisch bildete die augenfälligste Neuerung in diesem Jahr sicherlich das Ensemble von rund 20 riesigen Dinosaurier- und Drachenfiguren, die an der Ostseite der Mausoleumswiese einen neuen Kinderspielbereich bildeten. Sollten bei dem einen oder anderen zuvor Zweifel geherrscht haben, ob das wirklich zu einer Veranstaltung mit dem Adjektiv „mittelalterlich“ im Namen passt, dürften sich diese eines Besseren belehrt gesehen haben angesichts des Ansturms junger und jüngster MPS-Besucher auf die Urzeit-Riesen.

Und während auf Veranstaltungen ohne das Motto „phantastisch, nicht authentisch“ der Auftritt einer Formation wie der Pädagogik-Metal-Band Heavysaurus ein glattes Sakrileg wäre, so sind die in Saurier-Kostümen aufspielenden Musiker auf dem MPS hingegen mittlerweile bei Jung und Alt dermaßen angesagt, dass sich mit den „Heavysaurus Ultras“ bereits eine geradezu fanatische Fangemeinde gebildet hat. Von Johannes Pietsch