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Bückeburg Stadt Bethel-Quartier, Schulstraße: In Bückeburg darf gebaut werden
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Bethel-Quartier, Schulstraße: In Bückeburg darf gebaut werden
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20:27 27.06.2019
Kein Rodelhügel: Nach der Planreife für den B-Plan „Bethel-Quartier“ soll das Gelände des abgerissenen Krankenhauses Bethel in Bückeburg von der Stiftung Bethel in Kürze an den Investor Immac übergeben werden, der ein Seniorenkompetenzzentrum mit 131 Plätzen baut.
Kein Rodelhügel: Nach der Planreife für den B-Plan „Bethel-Quartier“ soll das Gelände des abgerissenen Krankenhauses Bethel in Bückeburg von der Stiftung Bethel in Kürze an den Investor Immac übergeben werden, der ein Seniorenkompetenzzentrum mit 131 Plätzen baut. Quelle: rc
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Bückeburg

Die Ausschüsse haben in den vergangenen Monaten über diverse Bebauungspläne diskutiert und beraten. Am Mittwochabend hat nun der Rat in seiner Sitzung einen Schlussstrich unter die Bebauungspläne „Bethel-Quartier“, „Hinterm Eichholz“ und „Schulstraße“ gezogen und mit den jeweiligen Satzungsbeschlüssen Planungsrecht geschaffen: Es darf gebaut werden, auch wenn teilweise schon gebaut worden ist. Außerdem erließ der Rat eine Veränderungssperre für den B-Plan „Hafen Berenbusch“. Alle Beschlüsse fielen einstimmig.

Bethel-Quartier: Das Krankenhaus Bethel ist längst Geschichte, nur noch große Schotterhaufen, tiefe Baugruben und die Reste der Tiefgarage erinnern an die Geschichte des Hauses. Gebaut wird auf dem Gelände entlang der Herminenstraße ein Seniorenkompetenzzentrum mit 131 Pflegeplätzen, quasi in der zweiten Reihe dahinter auf den Fundamenten der Tiefgarage 42 Wohneinheiten für eine angegliederte Service-Wohnanlage für Senioren, und daran anschließend weitere Wohnbebauung.

In einem Städtebaulichen Vertrag mit dem Investor, der Immac, ist festgehalten, dass sich der neue Baukörper in dieser von Baudenkmälern geprägten Herminenstraße einfügt, ebenso die Erschließung des Grundstückes über den Bethelweg.

Der Abriss ist noch seitens Bethel erfolgt. Nach der erfolgten Planreife wird das Areal in Kürze an den Investor übergeben, dann erst fließt der Verkaufspreis. Baubeginn soll noch in diesem Sommer sein.

Hinterm Eichholz: Dort hat die Stadt Planungsrecht für ein neues Gewerbegebiet in einer Größe von rund 50 000 Quadratmeter anschließend an Kreuzbreite I und II geschaffen. In Kürze wird die Erschließung beginnen. Die Erweiterung sei dringend erforderlich, weil kaum noch freie Gewerbeflächen vorhanden seien, sagte Bürgermeister Reiner Brombach: „Es gibt Bedarf.“

Schulstraße: Der alte B-Plan stammte noch aus dem Jahr 1962 und erlaubte noch den Abriss von Häusern, um eine breite Einfallstraße in die Innenstadt zu bauen. Nun ist modernes Baurecht geschaffen worden.

Einige Resultate wie das fast fertige Herder-Quartier mit seinen knapp 40 Wohnungen oder aber der neue Firmensitz von Stansch an der Georgstraße sind bereits zu sehen. Von dem B-Plan ist auch das Bauvorhaben am Kreisel Georgstraße mit seinen zwei Neubauten und der Sanierung der beiden denkmalgeschützten Villen überplant. Dort soll im Herbst Baubeginn sein.

Hafen Berenbusch: Der bereits rechtsgültige B-Plan ist nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes nicht mehr rechtsgültig und muss neu aufgestellt werden. Da momentan kein rechtsgültiger B-Plan besteht, hat der Rat eine Veränderungssperre erlassen, um insbesondere die Einhaltung von Lärmkontingenten für die bereits dort ansässigen Betriebe zu sichern.

Sie müssten aufwendige Einzel-Lärmgutachten erstellen, sollten Änderungsabsichten bestehen. In dem neuen B-Plan, der identisch zu dem nicht mehr rechtskräftigen B-Plan sein wird, werden diese Kontingente festgezurrt, ebenso weitere Maßgaben wie etwa die Höhe von Gebäuden. von Raimund Cremers