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Bückeburg Stadt Bückeburger Museum für Stadtgeschichte bekommt neues Konzept
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Bückeburger Museum für Stadtgeschichte bekommt neues Konzept
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20:13 28.04.2019
Die Museumsleiterin Anke Twachtmann-Schlichter stellte die geplante Neukonzeption der Dauerausstellung vor.
Die Museumsleiterin Anke Twachtmann-Schlichter stellte die geplante Neukonzeption der Dauerausstellung vor. Quelle: wk
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Bückeburg

Twachtmann-Schlichter, die Leiterin des Hauses, begründete die Notwendigkeit der Veränderung damit, dass die Schau inzwischen überaltert sei und sich die Ansprüche der Besucher an Bildungseinrichtungen gewandelt hätten. Was im Rahmen dieser Neukonzeption vorgesehen ist, erläuterte sie bei einer Sitzung des Ausschusses für Kultur und Partnerschaften des Landkreises Schaumburg.

Trachten als Markenzeichen und Geschichtsträger

Demnach soll in der (Eingangs-)Halle des Museums über die Geschichte des Gebäudes informiert werden. Überlegt werde, dort eine überdimensionale Trachtenhaube zu präsentieren, um schon an dieser Stelle etwas „Spektakuläres“ zu zeigen. Zumal die meisten der knapp 11000 Besucher pro Jahr an der Schaumburger Tracht interessiert seien, die quasi „ein Markenzeichen“ des Museums sei. Rund 4500 Trachtenteile beinhalte dessen Sammlung.

Apropos: „An jedem Stück hängt ja auch eine Geschichte, eine Lebensgeschichte“, führte Twachtmann-Schlichter weiter aus. Daher wolle man die Trachten zukünftig in einem biografischen Zusammenhang ausstellen. Denn: „Es sind Geschichten, die die Menschen heute interessieren, nicht die Schaustücke.“ Räumlich soll ihr zufolge übrigens das ganze Obergeschoss des Museums den Trachten vorbehalten sein.

Berücksichtigt wird laut Twachtmann-Schlichter außerdem, dass die Besucher interessiert sind, etwas über die Geschichte der Stadt Bückeburg und des Schaumburger Landes zu erfahren. So werde man in der Ausstellung nicht zuletzt auch über das Bückeburger Fürstenhaus und den Bückeburger Arzt Dr. Bernhard Christoph Faust (1755 bis 1842) informieren.

Wichtig ist nach Auskunft der Museumsleiterin ferner ein die Themen Tracht und Heimatgeschichte ordnender „Zeitstrahl“, anhand dessen sich die Besucher orientieren können, in welcher Zeit sie sich beim Rundgang durch die Ausstellung gerade befinden.

Umgestaltung kostet 852000 Euro

Die Kosten für die Umgestaltung des Museums bezifferte Twachtmann-Schlichter auf insgesamt rund 852000 Euro. Diese sollen durch Fördergeld der N-Bank sowie durch Zuschüsse der Stadt Bückeburg, der Niedersächsischen Sparkassen-Stiftung, der Stiftung Niedersachsen, der Klosterkammer Hannover und des Landkreises Schaumburg finanziert werden.

In seiner Sitzung sprach sich der Ausschuss für Kultur und Partnerschaften einstimmig dafür aus, dass der Landkreis Schaumburg dem Museum „vorbehaltlich der gesicherten Gesamtfinanzierung“ einen Zuschuss in Höhe von 100000 Euro für die Modernisierung und Neukonzeption der Dauerausstellung gewährt. Dieser für 20 Jahre zweckgebundene Zuschuss soll, je nach Fortschritt der Maßnahme, hälftig in den Jahren 2019 und 2020 zur Auszahlung gelangen. Sollte das Museum innerhalb der 20 Jahre indes aufgelöst oder das Gebäude einem anderen Zweck zugeführt werden, ist der Zuschuss dem jetzigen Beschluss nach zu erstatten. Die letzte Entscheidung über die Zuschussgewährung wird allerdings der übergeordnete Kreisausschuss treffen.

Von Michael Werk