Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt „Dann stirbt die Partnerschaft“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Dann stirbt die Partnerschaft“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:50 26.05.2017
Wie lange noch? Quelle: rc
Anzeige
BÜCKEBURG/SABLÉ

Außer der offiziellen Delegation von Rat und Verwaltung sind Feuerwehr, Rotarier, der Freundeskreis Bückeburg-Sablé und eine Jugendgruppe dabei, die ihre Freunde, beziehungsweise Gegen-Organisationen besuchen.

 Insgesamt 71 Bückeburger haben sich in einem Bus und zwei Kleinbussen auf die rund 1000 Kilometer lange Fahrt gemacht. Auf sie wartet ein umfangreiches offizielles und gruppenbezogenes Programm. Am Sonntagabend werden die Schaumburger zurück in der Heimat erwartet. Auch zwei Vertreter von Bückeburgs niederländischer Partnerstadt Zuidplas werden nach Sablé fahren. In guten Zeiten waren die Bückeburger durchaus schon einmal mit vier bis fünf Bussen und über 200 Personen nach Frankreich gefahren.

Vereine finden keine Betreuer

 „Um die Städtepartnerschaft ist es nicht zum Besten bestellt“, wie Wolfhard Müller, Vorsitzender des Sport- und Partnerschaftsausschusses und langjähriger Motor der Partnerschaft, auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses wieder einmal feststellen musste. Er bedauerte, dass kein einziger Sportverein mehr an dem Austausch teilnimmt. Ein Umstand, der auch in Sablé „dringend“ besprochen werden müsse, um Partnervereine für die Bückeburger Vereine zu gewinnen. Die Austausche zwischen den Nationen seien gerade in heutigen Zeiten dringender denn je, appellierte er auch an die Bückeburger Klubs, sich wieder zu beteiligen. Seine Gespräche mit den Vereinen hätten ergeben, dass es weniger an Kindern und Jugendlichen hapert, die Interesse an Austauschprogrammen hätten. Vielmehr fänden die Vereine keine Betreuer mehr, die bereit sind, sich im Austausch zu engagieren. Müller: „Das müssen wir ansprechen, daran krankt es.“

 Als ein weiteres Beispiel nannte er den Rat, wo es früher viel engere Kontakte zwischen Deutschen und Franzosen gegeben hat. Heute kenne man kaum noch einen der Ratsherren, Kontakte gebe es kaum. „Und wenn irgendwann die Älteren nicht mehr dabei sind, dann geht alles hinüber.“ Sein düsteres Fazit: „Wenn sie nicht auf andere Füße gestellt wird, dann stirbt die Partnerschaft.“ Weitere Wortbeiträge gab es zu dem Thema nicht. rc