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Bückeburg Stadt Das Bückeburger Rathaus wird für 202.000 Euro chic gemacht
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Das Bückeburger Rathaus wird für 202.000 Euro chic gemacht
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20:00 20.12.2018
Für 40.000 Euro werden im kommenden Jahr die Fenster des Großen Rathaussaals erneuert - aus energetischen Gründen. Quelle: rc
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BÜCKEBURG

Das geht aus dem Wirtschaftsplan 2019 hervor, der jetzt im zuständigen Betriebsausschuss beraten und einstimmig vom Rat beschlossen worden ist. Im angestrebten Planansatz für 2018 waren 199.000 Euro eingestellt. Es fällt deutlich niedriger aus, weil „wir 2019 eine Menge vorhaben“, wie Betriebsleiter Jürgen Sobotta erläuterte. Denn statt 120.000 Euro wie 2018 sollen 2019 knapp 202.000 Euro investiert werden.

Größter Brocken: Stuhlsanierung

Größter Brocken ist dabei die Stuhlsanierung auf den Rängen im Großen Rathaussaal, für die 60.000 Euro vorgesehen sind. Ursprünglich sollte das Vorhaben bereits 2018 über die Bühne gehen. Nur: Es fand sich kein Handwerksbetrieb, der auf die entsprechende Ausschreibung des Wirtschaftsbetriebs ein Gebot abgegeben hat. Weitere 40.000 Euro fließen in die Sanierung der Fenster des Großen Rathaussaals, die energetisch nicht mehr auf dem Stand der Dinge sind. 20.000 Euro fließen in die technische Ausstattung des Joël-Le-Theule-Saals, weitere 17.000 in den Austausch des Parketts im Foyer. Das Parkett im Großen Saal konnte 2018 für 10.000 Euro mit Abschleifen und Versiegeln noch ohne Austausch auf Vordermann gebracht werden. Außerdem erhielt der Aufgang zu den oberen Rängen einen neuen Teppich. Für 20.000 Euro erhielt der Saal 2018 übrigens eine neue Heizung. 13.000 Euro steckt der Wirtschaftsbetrieb 2019 in den Brandschutz in den Eveser Krug.

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Kein Pächter für Eveser Krug

Für den Eveser Krug habe bislang nach wie vor kein neuer Pächter gefunden werden können, wie es im Ausschuss hieß. Die Pachteinnahmen der Wirtschaftsbetriebe aus den drei gastronomischen Betrieben – neben Eveser Krug noch Ratskeller und Hofapotheke – sind daher weiterhin mit 80.000 Euro angesetzt. Knapp 92.000 Euro könnte die Stadt erzielen, sollten alle drei Betriebe verpachtet sein.

Außer der Pacht erzielen die Wirtschaftsbetriebe den Großteil ihrer Einnahmen aus den Beteiligungen. 520.000 Euro soll allein die Bückeburger Bäder GmbH 2019 ausschütten, 2018 wird diese Summe bei 550.000 Euro liegen und fällt damit voraussichtlich um 39.000 Euro höher aus als ursprünglich kalkuliert. Wie bereits 2018 und 2017 werden von der Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH auch 2019 keine Beteiligungserträge zu erwarten sein. In der Hafen GmbH ist das operative Hafengeschäft gebündelt, während das Betriebsvermögen, der Hafen samt angrenzendem Gewerbegebiet, im Hafenbetrieb gebündelt ist.

In dem Eigenbetrieb hat die Stadt ihre Beteiligungen an der Bäder GmbH, der Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH, in der die Beteiligung an der WWE GmbH & Co KG übertragen wurde, sowie die drei Gastronomie-Objekte Ratskeller, Hofapotheke und Eveser Krug gebündelt. Bis Ende 2014 firmierte der Wirtschaftsbetrieb als „Ratskellerbetriebe“. Die Rechtsform des Eigenbetriebes wurde gewählt, damit das Betriebsvermögen der gastronomischen Liegenschaften und das Halten der Beteiligungen an Stadtwerken Schaumburg-Lippe, WWE oder der Hafen GmbH vom allgemeinen Vermögen der Stadt rechtlich und organisatorisch getrennt ist.

Der Betrieb hat kein eigenes Personal. Vielmehr erstattet er der Stadt knapp 47.000 Euro Verwaltungskosten etwa für die Aufstellung von Wirtschaftsplan, die Rechnungslegungen und das, was sonst noch so alles zur ordnungsgemäßen Betriebsführung gehört. Von Raimund Cremers