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Bückeburg Stadt Das Minchen feiert und alle machen mit
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Das Minchen feiert und alle machen mit
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18:27 29.07.2018
Bei den schweißtreibenden Wetterbedingungen ist der Zelt-Bereich vor dem Minchen von Gästen nur so überlaufen.
Bei den schweißtreibenden Wetterbedingungen ist der Zelt-Bereich vor dem Minchen von Gästen nur so überlaufen. Quelle: jp
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Bückeburg

Insofern ließen sich die Organisatoren nicht lumpen, beim alljährlich an zwei Tagen gefeierten Minchen-Open-Air ordentlich aufzufahren.

Mit Rock-Raubein Réne Noçon und seiner Band hatte das Minchen-Open-Air dabei am Auftakt-Abend nicht nur einen Publikumsgaranten erster Güte im Gepäck, sondern auch einen Künstler mit gewissermaßen historischem Minchen-Bezug: Denn als Zapfer „Hannes“ hinter dem Tresen kennen den Sänger, der 2014 bei „The Voice of Germany“ bundesweite Bekanntheit erlangte, noch genügend Stammgäste.

Begleitet von Olli Schröder an der Gitarre, Matthias Tempel am Schlagzeug und Martin „Wunz“ Homeier am Bass stand da genau die Formation auf dem zur Bühne umfunktionierten Lkw-Anhänger, die vor 21 Jahren als „Pink Torpedo“ auf dem „Umsonst & Draußen“ Open Air für Furore sorgte.

Schon im vergangenen Jahr hatte Réne Noçon mit der klassischen Pink Torpedo-/Bushfire-Besetzung auf der Bühne den ersten Abend beim Minchen-Open-Air bestritten.

Die längste Cocktail-Theke Bückeburgs

Geboten wurde diesmal an Programm auf der wie immer gesperrten Ahnser Straße unter anderem die längste Cocktail-Theke Bückeburgs. Dazu kam ein Programmpunkt, den Hahn bei der Festlegung des Termins vermutlich noch gar nicht im Blick hatte und den es in dieser Art vielleicht nie wieder bei einem Minchen-Open-Air geben wird: die längste totale Mondfinsternis dieses Jahrhunderts. Der auch über Bückeburg bestens zu beobachtende Blutmond sorgte unter den Minchen-Gästen für ebenso viel Gesprächsstoff wie aufmerksame Blicke gen Himmel.

Aber das Minchen-Open-Air wäre nicht das Minchen-Open-Air, wenn der Wettergott nicht auch in diesem Jahr für ein Intermezzo gesorgt hätte. Denn das, was Landwirte, Gartenbauer und Brunnenbetreiber seit Wochen in ganz Deutschland herbeisehnen, nämlich endlich Regen, prasselte ausgerechnet in dem Moment vom Himmel, als am zweiten Abend auf der Ahnser Straße weitergefeiert werden sollte.

Regen tut der Stimmung keinen Abbruch

Das kurze Unwetter sorgte dafür, dass nahezu jeder Besucher fluchtartig den Schutz eines irgendwie gearteten Daches suchte. Doch da Minchen-Gäste solche Wetter-Kapriolen seit Jahren gewohnt sind, tat das Gewitter der Stimmung keinen Abbruch. Kaum war der letzte Tropfen gefallen, bevölkerten die Party-Heerscharen die Ahnser Straße wieder genauso zahlreich wie am Abend zuvor, um zu den Klängen von DJ Calvin und des Düsseldorfer Saxofonisten Nikolai Kasakoff.

Von Johannes Pietsch