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Bückeburg Stadt Einbrüche mehr als halbiert
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Einbrüche mehr als halbiert
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18:32 29.03.2019
Kommissariats-Chef Werner Steding (von links), KED-Leiter Ralf Seland und Pressesprecher Matthias Auer können für 2018 einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen vermelden.
Kommissariats-Chef Werner Steding (von links), KED-Leiter Ralf Seland und Pressesprecher Matthias Auer können für 2018 einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen vermelden. Quelle: rc
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Bückeburg

Die Anzahl der Straftaten ist mit 2352 Fällen auf dem tiefsten Stand seit Jahren, die Wohnungseinbrüche mit 48 Fällen im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert und die Aufklärungsquote mit 63,9 Prozent auf dem ohnehin schon hohem Niveau der Vorjahre gehalten: Diese sehr positive Bilanz hat das Polizeikommissariat Bückeburg bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2018 gezogen.

„Wir haben ein äußerst hohes Sicherheitsniveau in der Region“, konnten denn auch Kommissariatsleiter Werner Steding, der neue Leiter des Kriminalermittungsdienstes, Ralf Seland, und der Pressesprecher Matthias Auer, bilanzieren, durchaus auch ein Standortvorteil. Das Kommissariat mit seinen 50 Beamten, 14 davon weiblich, ist für die Städte Bückeburg und Obernkirchen sowie die beiden Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt mit ihren rund 46.000 Einwohnern zuständig.

Dass die Sicherheit in den vier Kommunen sehr hoch ist, untermauerte der Kommissariatschef mit einer weiteren Zahl: die der Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung: Wenn das Kommissariat 100.000 Einwohner umfassen würde, wäre eine Fallzahl von 5166 Straftaten anzusetzen – eine Zahl, die deutlich unter dem Bundes- und dem Landesdurchschnitt liegt.

Mit 2352 Fällen ging die Zahl der gemeldeten Straftaten um 13,15 Prozent zurück. 2017 wurden noch 2708 Fällen gezählt, mithin also ein Rückgang um 356 Delikte. 2016 waren 2660 Fälle gemeldet worden, der Höchststand lag 2011 bei 3044 Fällen.

Der Rückgang in Bückeburg liegt deutlich über dem Bundes- und Landesdurchschnitt. Den Rückgang 2018 bezeichnete Seland als „Momentaufnahme“. Für 2019 deutet sich nach der Entwicklung der Zahlen wieder ein Anstieg an.

Der Rückgang 2018 zieht sich durch alle Kriminalitätsgebiete. Betrugsdelikte (378 Fälle), einfacher Diebstahl (350 Fälle), schwerer Diebstahl (305 Fälle) oder Sachbeschädigung (298 Fälle) gingen ebenso zurück wie die Zahl der Körperverletzungen (275 Fälle), Beleidigungen (156 Fälle), Rauschgiftdelikte (126 Fälle), Bedrohung (57 Fälle), Unterschlagung (51 Fälle) oder Sexualdelikte (35). Raubdelikte wurden 23 verzeichnet, Straftaten gegen das Leben gab es einmal. Oder wie es Steding formulierte: „Ein breit gefächerter Rückgang.“

Deutlicher Rückgang bei Einbrüchen

Besonders deutlich ist der Rückgang der Wohnungseinbrüche. Deren Zahl sank auf 48 Fälle, darunter sind 20 Fälle, wo es beim versuchten Einbruch blieb. Im Jahr 2017 waren es 97 Fälle.

Wie Auer ausführte, habe man 2018 in enger Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg einen Schwerpunkt auf die Verhinderung und Ermittlung von Wohnungseinbrüchen gelegt, eigens eine Sonderkommission gegründet und mit Kontrollen im Bereich der häufig betroffenen Gemeinden entlang der Autobahn wie Luhden, Heeßen oder Bad Eilsen einiges erreicht. Bemerkbar machten sich auch die Beratungen und die Investitionen von Haus- und Wohnungseigentümern, die mit Sicherheitsvorkehrungen den „Widerstandswert“ ihrer Immobilien erhöht haben.

2019 will sich das Kommissariat auf die polizeilichen Kernaufgaben konzentrieren und die intensive Bekämpfung der Wohnungseinbruch-Kriminalität fortsetzen. Gestärkt werden auch die sichtbare Präsenz und Interventionsfähigkeit. Oder wie es Steding formulierte: „Wir werden PS auf die Straße bringen.“

rc