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Bückeburg Stadt „Eine Stadt lernt schwimmen“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Eine Stadt lernt schwimmen“
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18:15 30.11.2018
Symbolbild Quelle: DPA
BÜCKEBURG

Immer wieder wird geklagt, dass Kinder nicht mehr schwimmen lernen oder das Schwimmen nur unvollständig beherrschen.

Auch in Bückeburg war dieses Thema des Öfteren Gegenstand von Diskussionen, etwa im Schulausschuss, wenn es um den Schwimmunterricht ging. Dort wurde geklagt, dass der Unterricht schwer zu organisieren sei oder dass sich Eltern zunehmend nicht mehr darum kümmerten, dass ihre Kinder schwimmen können.

Hallenbad bleibt für Schwimmkurs länger geöffnet

Die Diskussion nimmt Heike Schildmeier vom Bückeburger Kinderhilfsverein „Chic für Chancen“ (CfC) zum Anlass, gegen das Nicht-Schwimmen-Können anzugehen. Der Verein initiiert die Aktion „Eine Stadt lernt schwimmen“. Mit Beginn der Freiluftsaison 2019 im Bergbad bleibt das Dr.-Faust-Hallenbad drei Wochen länger geöffnet – ausschließlich für Schwimmkurse. Angeboten werden fünf Schwimmkurse: zwei morgens, drei nachmittags. Zielgruppe sind alle Kinder der Stadt und natürlich deren Eltern. Finanziert werden die Kurse vom Kinderhilfsverein.

Wie Schildmeier im Schulausschuss sagte, nimmt die Fähigkeit, schwimmen zu können, immer mehr ab – und das trotz voller Kurse bei DLRG oder anderen Anbietern in Bückeburg, wie ihre Analyse ergeben hat. Sie habe sich daher mit der Bückeburger Bäder GmbH in Person von Betriebsleiter Erik Rechenberg zusammengesetzt. Beide seien zu dem Schluss gekommen, eine Schwimmbewegung in Bückeburg zu initiieren.

Zusatz-Schwimmlehrer angefordert

Ein erstes Planungstreffen hat bereits stattgefunden. Die Aufsicht ist gewährleistet, ebenso wurden und werden Zusatz-Schwimmlehrer ins Boot geholt, die als Honorarkräfte steuerfrei nebenbei Geld verdienen können. Auch Sportstudenten der Uni Hannover sind mit im Boot, ebenso die DLRG Bückeburg und die SGS. Die Finanzierung läuft über den Spendentopf von CfC, der bereits fleißig dabei ist, weitere Spendentöpfe zu öffnen. „Mit einigem Erfolg“, wie Schildmeier gegenüber dieser Zeitung sagte. Zu viel wolle sie aber noch nicht verraten.

Im Schulausschuss appellierte sie jetzt an die Vertreter der Grundschulen und Kindergärten, dass sie die Aktion unterstützen. Schildmeier: „Was wir brauchen, sind ihre Informationsstränge, damit wir Eltern informieren können.“ Gebraucht werde auch eine Bedarfsermittlung, auch wenn das den Schulen Arbeit mache, wie sie einräumte. Und: Die Unterstützung von Ehrenamtlichen, etwa in Form von „Kabinen-Muttis“ wäre sehr hilfreich. Auch die Einrichtung eines Fahrdienstes wäre nicht schlecht. Im Anschluss soll ein Schwimmpaten-System dafür sorgen, dass das Gelernte vertieft und stabilisiert wird.

Im Ausschuss rannte Schildmeier offene Türen ein – Geklopfe auf den Tischen. rc