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Bückeburg Stadt Elf zauberhafte Tage auf Schloss Bückeburg
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Elf zauberhafte Tage auf Schloss Bückeburg
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19:00 29.11.2018
Ausstellerin Tanja Maric schmückt ihren Stand im Goldenen Saal des Schlosses mit Tierfiguren aus Filz. Quelle: tol
Bückeburg

Das Wetter bringt es mit sich, dass der Schlossherr dabei auch ungewollt als „Schirmherr“ auftritt: Denn als Alexander zu Schaumburg-Lippe das Trassierband durchschneidet und Hunderte von Besuchern auf das Gelände strömen, geht ein kalter Landregen über Bückeburg nieder. Dem Gästeandrang dürfte das auch in den nächsten Tagen noch anhaltende Schmuddelwetter aber vermutlich keinen Abbruch tun: Die Internetseite www.weihnachtszauber-schloss-bueckeburg.de erfreute sich am Donnerstag derart vieler Zugriffe, dass sie zeitweise nicht mehr erreichbar war.

Gästen, die Kinder dabei haben, legt der Hausherr derweil besonders den Besuch des Zirkuszeltes auf dem nostalgischen Markt ans Herz: „Dort werden mit den Kleinen Kunststücke eingeübt. Am Ende wird es dann vor den Eltern eine richtige Zirkusaufführung geben.“

Baumkuchen stellt Uwe Ortmann her.

Apropos Tiere, um die sich unter dem Motto „Weihnachten tierisch schön – alle Tiere, die wir lieben“ bei der aktuell 17. Auflage des Weihnachtszaubers alles dreht: Besucher treffen täglich um 13.30 und um 15.30 Uhr auf der Bühne im Gemeinschaftszelt am nostalgischen Markt auf die Bremer Stadtmusikanten: Bei diesem Märchen handelt es sich um vier im Alter schlecht behandelte Haustiere, die fortlaufen und in Bremen Stadtmusikanten werden wollen.

Die Revue-Show wird exklusiv von dem Berliner Schauspieler Jens Wassermann inszeniert. Das Ensemble präsentiert eine bunte Revue mit Einflüssen aus Musical, Pop, Operette und klassischen Weihnachtsliedern.

Alexander zu Schaumburg-Lippe eröffnet den Zauber. Foto:jp

Zu den Glanzlichtern des „Zaubers“ mit seinen 220 Ausstellern gehören aber auch die 20 Meter hohe Weihnachtspyramide und der von Alexander zu Schaumburg-Lippe besonders hervorgehobene Mitmach-Zirkus Fellini (Kinderbetreuung samstags und sonntags 12 bis 16 Uhr); beide befinden sich am nostalgischen Markt. Eben dort treffen Besucher auch auf die Weihnachtsbäckerei: Konditoren verraten tolle Backrezepte für die Feiertage und zeigen in ihren mobilen Backstuben vor Ort, wie Lebkuchen oder Vanillekipferl garantiert glücken.

Darüber hinaus gibt es an allen Tagen Modenschauen – um 14 sowie um 15.30 Uhr vor dem Staatsarchiv.

Die drei „Zauber“-Botschafterinnen ziehen die Blicke auf sich. Foto: tol

Öffnungszeiten und Preise:

Täglich 10 bis 19 Uhr; am Sonntag, 9. Dezember, 10 bis 18 Uhr. Zusätzlich an beiden Freitagen (30. November und 7. Dezember) und an beiden Samstagen (1. und 8. Dezember) verlängerte Öffnungszeiten bis 21 Uhr.

Die Tageskarte kostet 15 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren zahlen nichts. Eine Late-Night-Shopping-Karte (nur am 30. November, 1., 7. und 8. Dezember) kostet elf Euro. Sie gewährt Einlass zwischen 16 und 21 Uhr. Am Donnerstag, 6. Dezember, ist „Mädelstag“: Eine Frau bezahlt den vollen, die Freundin den halben Preis.

Besonders schön: Nach Auskunft von „Zauber“-Organisatorin Mechthild Wilke gibt es für Bückeburger, die dem Weihnachtszauber nach Feierabend einen Besuch abstatten wollen, an den Tagen außerhalb des Late-Night-Shoppings ab 17 Uhr Eintrittskarten für nur fünf Euro.

Lebendige Krippe begeistert

Begeistert sehen sich die Kinder des Kindergartens „Arche Noah“ das Krippenzelt von Maximilian Kopp mit seinen vierbeinigen Bewohnern an. jp

Besser als mit einer Krippe voller echter Tiere hätte der Weihnachtszauber sein diesjähriges Motto kaum lebendig werden lassen können: „Alle Tiere, die wir lieben“. Realisiert hat die Krippe mit Maximilian Kopp ein alter Bekannter zahlreicher Großveranstaltungen auf Schloss Bückeburg: Zum ersten Mal machte er 2011 mit seiner rechnenden Ziege Emily auf der mittlerweile nicht mehr stattfindenden Schaumburger Landmesse „Ährensache“ von sich reden. Bei den vorigen drei Weihnachtszaubern war er stets als Walking Act mit diversen Schützlingen auf dem Schlossgelände unterwegs.

In diesem Jahr gibt es nun das ganz große Vierbeiner-Aufgebot mit zwei Walliser Schwarznasenschafen, einem Border-Leicester-Schaf, einem Coburger-Schwarzkopf-Schaf, zwei Bergschafen und zwei Thüringer Waldziegen, die im Zelt der lebendigen Weihnachtskrippe – zu finden im Schlosspark neben dem nostalgischen Markt – gestreichelt werden können. In allen Fällen handelt es sich um inzwischen sehr selten gewordene, teilweise sogar vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen. So gibt es von den Bergschafen nur noch rund 400 in Deutschland, die Thüringer Waldziegen stehen sogar auf der Roten Liste. jp