Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Feier mit hochkarätigen Gästen
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Feier mit hochkarätigen Gästen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:16 28.05.2018
Helmut Rinne (von rechts), Hajo Lehmann, Brenda Boykin, Jan Luley, Claus Cordemann, Martin Hohmeier, Christoph von Storch und Matthias Grabisch bestreiten den Jubiläumsdämmerschoppen.
Helmut Rinne (von rechts), Hajo Lehmann, Brenda Boykin, Jan Luley, Claus Cordemann, Martin Hohmeier, Christoph von Storch und Matthias Grabisch bestreiten den Jubiläumsdämmerschoppen. Quelle: bus
Anzeige
Bückeburg

Das im September 2006 von der Formation „Little Jazz“ ins Leben gerufene Format erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Diesmal lohnte sich der Besuch in besonderem Maß, denn mit Jan Luley gastierte ein Interpret im schmucken Knatenser Domizil, der seit vielen Jahren zur Spitze der europäischen Pianisten gezählt wird.

Luleys Metiers sind sowohl klassischer Jazz und groovige New Orleans Piano Stile als auch Boogie-Woogie und Gospel. Sein Spiel gilt als zeitlos, pianistisch auf höchstem Niveau und dazu als eine tiefe Verbeugung vor musikalischen Traditionen. Der Ausnahmekönner spielte bis heute rund 2000 Konzerte in Europa, Afrika und den USA. 2018 feiert er sein 35-jähriges Bühnenjubiläum.

„Jan Luley muss man zu den besten im Lande zählen, ein Musiker mit Löwenpranken, ein Titan auf den Stahlsaiten des Flügels, aber ebenso ein Sensualist, der seiner Partnerin so sanft gebrochene Akkorde vorlegt, dass man zu spüren meint, dass sie das „Kiss me once, kiss me twice“ nur für ihn singt“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Gerühmte Bühnenpräsenz

Auf Sümenings Tenne stand „Kiss me…“ zunächst nicht auf dem Programm. Los ging’s mit einem Blues in C und dem Standard „Up a Lazy River“. Später folgten Klassiker wie Little Willie Littlefields „Kansas City“ und „You Are My Sunshine“. Und es folgte am Ende eine Überraschung der außergewöhnlichen Art: Gemeinsam mit Luley hatte Brenda Boykin die Reise nach Bückeburg angetreten. Die Fähigkeiten der bemerkenswerten Jazz-Sängerin werden in Fachkreisen ebenfalls hoch gehandelt, ihre Spontaneität, Ausstrahlung und Bühnenpräsenz weithin gerühmt.

Boykin wurde bekannt als Sängerin der Johnny Nocturne Band. Sie spielte auf vielen internationalen Festivals, war auf dem 39. Montreux Jazz Festival Gewinnerin des Wettbewerbs „Montreux Under the Sky“ und ihr Quartett wurde als beste Band des gesamten Outdoor-Festivals ausgezeichnet. 2015 trat sie als Solistin mit der russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg auf. In Knatensen faszinierte sie das Publikum vor allem mit superben Interpretationen aus dem Blues-Segment.

Vorzügliche Begleitung

Bleibt anzumerken, dass Luley und Boykin sich auf ein vorzüglich aufgelegtes Begleit-Sextett verlassen konnten. Gemeinsam mit „Little Jazz“ (Helmut Rinne, Gesang, Tenor-Saxophon, Klarinette; Christoph von Storch, Gitarre) traten auch Claus Cordemann (Saxophon und Klarinette), Matthias Grabisch (Posaune), Martin Hohmeier (Kontrabass) und Hajo Lehmann (Schlagzeug) auf.

Und es bleibt zu notieren, dass es im August dieses Jahres beim Blindow-Jazz-Meeting ein Wiederhören mit Boykin und Luley in Bückeburg geben wird. Dann kostet das Vergnügen allerdings – anders als beim dreimal jährlich, jeweils am vorletzten Donnerstag im Februar, Mai und November veranstalteten Dämmerschoppen – Eintrittsgeld. bus