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Bückeburg Stadt Kamel passt durch Nadelöhr
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Kamel passt durch Nadelöhr
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19:56 13.09.2012
Die Gewerkschaft versucht es diesmal ganz plakativ.
Die Gewerkschaft versucht es diesmal ganz plakativ. Quelle: ab
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Bückeburg (ab)

Den zweiten Teil des Satzes setzten sie am Mittwoch vor dem Bethel-Haupteingang in die Tat um. Aus einem Tierpark hatte ver.di ein Kamel namens „Hashim“ herbeigekarrt, das sie durch ein aus Pappe selbst gebautes Nadelöhr schickten. „Wenn wir dies schaffen, dann sollte es doch auch möglich sein, in der Diakonie endlich Tarifverträge abzuschließen“, sagte Aysun Tutkunkardes vom ver.di-Bezirk Hannover/Leine-Weser.

 Die Warnstreikenden kämpfen für einen Tarifvertrag, für Lohnerhöhungen, für weniger stressige Arbeit und für einen besseren Gesundheitsschutz. Das Krankenhaus Bethel ist eine Einrichtung der Diakonie, die behauptet, dass es für ihren Bereich bundesweit ein Streikverbot gibt. Die Gewerkschaft ver.di bestreitet dies.

 Der Streit gewinnt dadurch an Bedeutung, dass das künftige Gesamtklinikum Schaumburger Land die kommunalen Krankenhäuser Stadthagen und Rinteln sowie das diakonische Krankenhaus Bethel in Bückeburg ersetzen soll. Wenn sich keine neuen Hindernisse auftun, könnte das Haus 2015 in der Vehlener Feldmark eröffnet werden. Trägerin des Gesamtklinikums ist die Diakonie. Die Gewerkschaften versuchen, für das neue Klinikum die Regeln des Öffentlichen Dienstes durchzusetzen. „Wir kämpfen für einheitliche Arbeitsbedingungen“, sagte Verdi-Mitarbeiterin Aysun Tutkunkardes, „und wir brauchen guten Lohn für gute Arbeit.“