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Bückeburg Stadt Kein zweiter Drogeriemarkt
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Kein zweiter Drogeriemarkt
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21:05 24.08.2018
Ob auf dem alten E-Center-Areal ein Sonderpostenmarkt und ein Penny-Discounter neu gebaut werden oder aber die bislang geplante Wohnbebauung kommt, wird im September diskutiert. Quelle: rc
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Bückeburg

Ein zweiter Drogeriemarkt für Bückeburg, wie von einem Investor beantragt und wie von BfB/WIR/FDP vehement unterstützt? Und ein Sonderpostenmarkt sowie Discounter statt Wohnbebauung auf das alte E-Center-Gelände an der Wilhelm-Rabe-Straße? Das sind zwei Ansiedlungswünsche, die in der Vergangenheit mehrfach in der Bückeburger Politik diskutiert worden sind und die bei der Vorstellung des Einzelhandelskonzepts eine gewisse Rolle spielten.

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Nur am Rande erwähnt wurden die Pläne für das E-Center-Areal. Ein Nahversorgungs-Standort – auch mit einem Drogeriemarkt – wäre dort nicht ausgeschlossen, wenn die Gesamtansiedlung nicht 800 Quadratmeter Verkaufsfläche übersteigt. Ob das überhaupt gewollt ist, wird in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses im September diskutiert, wenn das Städtebauförderungsgebiet Windmühlenstraße auf der Tagesordnung steht.

Einen zweiten Drogeriemarkt könne er sich „bestenfalls“ in der Innenstadt vorstellen, von einer Ansiedlung an einem Nahversorgungs-Standort würde er eher abraten, sagte Gutachter Marc Föhrer bei der Erläuterung des Einzelhandelgutachtens. Es gebe zwar nur einen reinen Drogeriemarkt, aber Verbrauchermärkte mit größeren Drogerieabteilungen.

Diese Aussage rief vehementen Widerspruch bei der Gruppe BfB/WIR/FDP hervor. Es gehe um die junge Bevölkerung, die Alternativen und günstige Einkaufsmöglichkeiten vor Ort haben müssten, forderte Gruppenchef Raimund Leonhard (BfB). Die Stadt verbaue sich die Zukunft, wenn sie keine Alternativen biete, so Andreas Paul Schöniger (WIR). Außerdem fehlt ihm eine Käuferbefragung – die allerdings nicht Auftrag des Gutachtens war.

Konkrete Frage Leonhards: „Sind 600 Quadratmeter in der Kreuzbreite genehmigungsfähig?“ Klare Antwort von Baubereichsleiter Björn Sassenberg: „Nein.“ Der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) beruhigte die Gemüter. Denn heute gehe es nicht um einen Drogeriemarkt und Einzeldiskussionen, sondern um das Gesamtkonzept.

rc