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Bückeburg Stadt Musik liegt in der Luft
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00:24 22.03.2018
Frisch und voller Elan: Das Blasorchester Bückeburger Jäger präsentiert sich beim Jahreskonzert bestens aufgelegt.
Frisch und voller Elan: Das Blasorchester Bückeburger Jäger präsentiert sich beim Jahreskonzert bestens aufgelegt. Quelle: bus
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Bückeburg

„Einfach toll, was hier Jahr für Jahr geboten wird“, waren zahlreiche Zuhörer einer Meinung. Die Reihe der Jahreskonzerte erlebte jetzt seine 42. Ausgabe. Die rund 40 Musikanten kamen aber keineswegs altbacken oder angestaubt daher, sondern präsentierten ihre am Motto „Musik liegt in der Luft“ orientierten Darbietungen frisch und voller Elan. Zur Freude des Auditoriums fanden sich im 22 Titel umfassenden Programm außer Bekanntem und Bewährtem auch etliche Stücke, die Dirigent Sven Schnee gemeinsam mit den Interpreten neu einstudiert hatte.

Etwa die Hälfte der vorgestellten Kompositionen erlebte ihre Jäger-Premiere. „Musik liegt in der Luft“, der „Salemonia“-Marsch, „Piroschka“ und „Der fröhliche Tubist“ zählten ebenso dazu wie „Trompetenherzen“, „Jubiläumsklänge“, „Finkensteiner Polka“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“.

„Heute ist für jeden etwas dabei. Wir haben sowohl Walzer und Märsche als auch Polkas und Konzertantes im Gepäck“, gab der wie stets informativ und nonchalant plaudernde Moderator Dirk Hasse zu verstehen. „Schön, dass sich trotz Schnee, Glatteis und Grippewelle so viele auf den Weg gemacht haben“, freute er sich über die Tatsache, dass der Saal erneut komplett ausverkauft war.

Neugier wecken

Hasse erzählte unter anderem von einem Gespräch mit Christoph-Mathias Mueller. Der Dirigent des Göttinger Symphonie Orchesters habe ihm bestätigt, dass ein Konzert auch immer dazu diene, im Publikum Neugier auf Folgeaufführungen zu wecken. „Und weil wir möchten, dass wir auch nächstes Jahr wieder ein volles Haus haben, geben wir uns heute besonders viel Mühe“, erläuterte der Moderator. Muellers Erkenntnis, der zufolge ein gut erklärtes Stück eigentlich nicht gespielt werden muss, wolle das Blasorchester indes nicht folgen.

Zu den Höhepunkten des Abends zählten mehrere Soloauftritte. Sonderapplaus erhielten der junge Tuba-Spieler Fabian Jentsch („Der junge Tubist“), die Flügelhornistin Marleen Wedemeier („Florentiner Marsch“), Eckhard Baue („Spiel mir das Lied vom Tod“) und Ernst Weiser („Trompetenherzen“) sowie die Sänger Dieter Bals und Ernst Weiser (unter anderem „Böhmischer Wind“ und „Dem Land Schaumburg die Treue“).

Faszinierendes Zusammenspiel

Beinahe frenetischen Beifall spendierten die Zuhörer, nachdem Schnee den Dirigentenstab beiseitegelegt und zur Klarinette gegriffen hatte. Der musikalische Leiter faszinierte zunächst im Zusammenspiel mit dem Orchester mit einem ungarischen Csardas-Tanz und lieferte anschließend komplett solo mit einer Hommage an den spanischen Komponisten Manuel Maria de Falla eine Vorstellung ab, die Hasse – völlig zu Recht – mit den Worten „Sven ist ein begnadeter Klarinettist“ kommentierte.

Bleibt anzumerken, dass das Repertoire nach den 22 Titeln selbstverständlich noch nicht erschöpft war. Im vom Auditorium im Anschluss an den „Schwabengruß“ nachgerade vehement eingeforderten Zugabenteil erklangen „Schaumburg die Treue“ und – so wie es sich für ein Jahreskonzert der Bückeburger Jäger gehört – Hermann Dostals „Fliegermarsch“. Fritz Glas hätte seine helle Freude gehabt. Gut gemacht. bus