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Bückeburg Stadt Neue Pächter im Alten Forsthaus in Bückeburg
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Neue Pächter im Alten Forsthaus in Bückeburg
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00:23 23.11.2018
Neue Pächter: Georgios Pozidis sen. (63), Georgios Pozidis jun. (22)
Neue Pächter: Georgios Pozidis sen. (63), Georgios Pozidis jun. (22) Quelle: tw
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Bückeburg

Dort haben vor 20 Jahren schon Russlands Ex-Staatspräsident Michail Gorbatschow und seine Frau Raissa bei ihrem Besuch im Schaumburger Land mit dem damaligen Oppositionsführer im Niedersächsischen Landtag, Christian Wulff, gespeist: Nachdem der Betrieb im „Alten Forsthaus“ im Zuge des Todes des bisherigen Pächters mehrere Monate weitestgehend ruhte, sollen sich Anfang Februar 2019 die Türen des Traditionsrestaurants unter dem neuen Namen „Das Forsthaus am Harrl“ wieder öffnen. Dann begrüßen die Bock-Nachfolger Georgios Pozidis senior (63), Georgios Pozidis junior (22) und Ehefrau Katarzyna ihre Gäste.

Pozidis ist den Bückeburgern bereits als Mitinhaber der Am Oberstenhof gelegenen Gastwirtschaft „Castell“ bekannt. Während das „Castell“ von seinem Partner Miltiadis Gialantonidis fortgeführt wird, startet Familie Pozidis nun in der Blindow-Immobilie durch.

Deutsche und mediterrane Küche

„Die Mannschaft – etwa fünf Service- und sechs Küchenkräfte – steht mit Masse bereits“, sagt Pozidis senior, der im Forsthaus künftig deutsche und mediterrane Küche anbieten will. Dabei zielt das Etikett „mediterran“ in erster Linie auf griechische und italienische Gaumenfreuden ab und soll außer Pasta-Gerichten auch Pizza beinhalten. „Dazu soll es – passend zur Geschichte des Forsthauses und zu seiner Lage am Waldrand – verschiedene Wildgerichte geben“, fügt der neue Pächter hinzu.

Pozidis senior ist bereits Gastronom, seit er im Jahr 1970 nach Deutschland übersiedelte. „Meine Familie hat noch ein zweites Restaurant in Rotenburg an der Wümme“, sagt der 63-Jährige. Er kam vor zweieinhalb Jahren nach Bückeburg.
Geplant ist obendrein ein Mittagstisch, wahlweise als mediterranes Büfett oder à la carte. Der Biergarten vor dem Forsthaus soll im Bayern-Ambiente umgestaltet werden; ausgeschenkt wird Paulaner-Bier vom Fass. Auch über die Öffnungszeiten hat sich die Familie bereits Gedanken gemacht: Angedacht ist von 11.30 bis 14.30 Uhr und von 17.30 bis 22 Uhr; der Montag oder aber der Dienstag soll Ruhetag sein.

Tresen, Büfett und Kühlung werden erneuert

Bis es soweit ist und „Das Forsthaus am Harrl“ eröffnen kann, ist aber noch der eine oder andere Handschlag zu tun. „Der Tresen, das Büfett und die Kühlung werden erneuert“, so der Gastronom. In einigen Räumen werde obendrein neu gestrichen. Ansonsten präsentiere sich die Immobilie samt ihrer funktionierenden Kegelbahn jedoch in einem Top-Zustand. Der Saal bietet für bis zu 250 Gäste Platz, Kaminzimmer und Veranda für bis zu 40 Gäste. Das Forsthaus verfügt obendrein über eine Showküche.

Wie noch auf der – alten – Internetseite des Lokals zu lesen ist, hat der fürstliche Oberförster Funke dort schon 1831 Gäste bewirtet. 1905 wechselte das Haus dann aus fürstlichem in privaten Besitz. Im selben Jahr wurde das alte Rathaus abgerissen. Die Balken dieses Gebäudes wurden vom damaligen Besitzer des Forsthauses erworben und für die Errichtung des Tanzsaales verwendet.

Von Thomas Wünsche