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Bückeburg Stadt Partei und Fraktion nicht immer grün
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Partei und Fraktion nicht immer grün
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15:30 28.04.2017
Der neue Parteivorsitzende Sascha Cordes (Mitte) mit seinem neuen Vorstand Heike Donath (von rechts) Michael Aldick, Cord Siekmeier und Martin Siegmann. Quelle: rc
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Bückeburg

Kempf war nicht wieder angetreten, weil er „mehr Vertrauen“ erwartet hätte: „DieArbeit braucht eine vertrauensvolle Basis“, wie er in seinem Jahresbericht sagte, als er seinen Entschluss begründete, nicht wieder zu kandidieren. Die Basis habe er nicht mehr gesehen, als in der Mitgliederversammlung bei der Aufstellung der Listen der Vorschlag von Partei und Fraktion gekippt wurde. Zum Hintergrund: Kempf war nach einem Vorschlag aus der Versammlung bei der Aufstellung der Listen für die Kommunalwahl Anfang Juni 2016 nach einer Kampfabstimmung um den Listenplatz 2 mit 10 zu 13 Stimmen gegen Iris Gnieser unterlegen und auf Platz 3 gesetzt worden. Letztendlich sei er schon damals „nicht mehr Willens“ gewesen, weiter zu machen, habe aber entschieden, es zum Wohle der Partei „durchzuziehen“.

 Eine weitere Rolle dürften aber auch interne Meinungsverschiedenheiten über den Kurs von Partei und Fraktion gespielt haben. Hermann Kempf merkte hierzu nur an, dass man nicht immer gleicher Meinung gewesen sei. Deutlicher wurde Kassenprüfer Ludwig Pohl, der bei seinen Antrag auf Entlastung des Vorstands anmerkte, dass die Partei drei Schritte vorangehen müsse und die Fraktion es zu besiegeln habe: „Wenn wir mit Schritten nach vorne nichts bewegen, bewegen wir auch in der Stadt nichts.“

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Querdenker werden gebraucht 

Was den Fraktionsvorsitzenden Axel Wohlgemuth bei seinem Bericht aus der Fraktion zu der Replik veranlasste, dass er nicht sicher sei, ob die Partei drei Schritte vor der Fraktion sein müsse. Man habe gemeinsam den Karren gezogen. Man sei nicht immer einer Meinung gewesen. Auch er sei „manchmal schwierig“. So einen „Querdenker“ wie Ratsherrn Hermann Kempf brauche die Fraktion: „Behalte es bei, ich werde es aushalten.“ Dass die CDU bei ihrer Arbeit im Rat und der Kommunalwahl nicht viel falsch gemacht habe könne, habe er seitens der SPD erfahren, als es ein „großes Lob“ gab, zeigte sich nicht nur Kempf dennoch zufrieden mit der geleisteten Arbeit der vergangenen zwei Jahre.

 In seiner Antrittsrede sagte der neue Vorsitzende Sascha Cordes (38, verheiratet, eine Tochter und mit seiner Parteizugehörigkeit von wenigen Jahren ein „Parteiküken“), dass er „schnellmöglich Fahrt“ aufnehmen werde. Er wolle die Zusammenarbeit mit der Senioren-Union und der Fraktion stärken: „Wir müssen in eine Richtung laufen.“ Die Zusammenarbeit mit den Ortsteilen müsse verbessert, die Mitgliederbetreuung optimiert werden. Die CDU werde sich auf die bevorstehende Bundes- und Landtagswahl konzentrieren. Der wichtigste Punkt aber: „Wir brauchen eine starke CDU für Bückeburg.“

 Finanziell auf gesunden Füßen

Bei den weiteren Vorstandswahlen wurde Heike Donath einstimmig in ihrem Amt als stellvertretende Vorsitzende bestätigt. Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde ebenso einstimmig Cord Siekmeier. Er folgt Michael Pohl nach, der ebenfalls nicht wieder kandidierte. Alter und neuer Schatzmeister ist Martin Siegmann, neuer Pressesprecher Michael Aldick, neuer Schriftführer Daniel Drewes. In den Beirat wurden Iris Gnieser (28 Ja-Stimmen), Michael Pohl (24 Ja-, vier Nein-Stimmen), Peter Kohlmann (28 Ja), Stefan Höltershinken (28 Ja, ein Nein) und Meheran Dawiri (27 Ja, ein Nein) gewählt.

 Trotz der 18.000 Euro Kosten für den Kommunalwahlkampf steht der CDU-Stadtverband auf finanziell gesunden Füßen, wie Schatzmeister Siegmann berichtete. Am Jahresende hatte die CDU 1500 Euro auf dem Konto. Die Mitgliederzahl stieg leicht um zwei auf 126 zum Jahresende 2016. 2017 sind bereits zwei Neueintritte zu verzeichnen. rc

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