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Bückeburg Stadt Pinta schwitzt – und wächst
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Pinta schwitzt – und wächst
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19:40 23.09.2018
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Bückeburg

„Zwischen Mai und Oktober übertrifft die Nachfrage unsere Produktionsmöglichkeiten“, sagt Wolf-Rüdiger Daniel. Der Pinta-Geschäftsführer, der am Standort Bückeburg seit April 2013 das Sagen hat: „In Deutschland wird gebaut auf Teufel komm raus, und wir leben zu etwa 80 Prozent vom Bau.“

Gut also, dass die Spezialisten für Fugenabdichtungen bei Neubauten und Sanierungen bereits im November 2017 mit dem Bau einer neuen Lagerhalle im Gewerbegebiet Kreuzbreite II zwischen Relax Sports und Kurt-Rabe-Straße begonnen haben. Genaue Adresse: Kreuzbreite 36. Jetzt ist die 4000 Quadratmeter große Halle samt angrenzendem Bürotrakt bis auf Restarbeiten so gut wie fertig. Dort werden bereits die Großrollen der Dichtungsbänder geschnitten, eingeschweißt, verpackt und verschickt.

Auf einen Standort verzichten

„In der Folge“, so Daniel, „können wir ab Mitte nächsten Jahres auf einen unserer derzeit drei Bückeburger Standorte verzichten, ein 1500 Quadratmeter großes Lager an der Kreuzbreite 12b, das wir angemietet haben.“ Sollten darüber hinaus an der Kreuzbreite 4 mit 1800 Quadratmetern Fläche über kurz oder lang nicht Produkte aus anderen Teilen des Unternehmens produziert werden, könnte auch dieser Standort obsolet werden. Viele Interessenten soll es dafür bereits geben.

Derweil ist die Zahl der Pinta-Mitarbeiter in Folge des Umstellens von Zwei- auf Drei-Schicht-Produktion von 40 auf etwa 50 gewachsen; weitere werden gesucht, primär für die Produktion. Zu finden seien diese Kräfte allerdings schwer. „Wenn wir dennoch jemanden bekommen können, müssen wir die Chance nutzen“, betont Daniel. „Das Gros“, so der Geschäftsführer, „rekrutieren wir auf Empfehlung von Kollegen.“ Und die kommen bei Pinta aus vielen Nationen. „Neben Deutschen sind Engländer, Italiener, Kroaten, Ungarn, Bulgaren , Türken sowie Afrikaner dabei“, erzählt Daniel. Auch wenn es ab und an mit der Sprache hapert: Die Zugewanderten schauen sich die in der Produktion nötigen Handgriffe von ihren deutschen Kollegen ab. „Das funktioniert“, freut sich Daniel.

Pinta bildet aus

Nicht wenige der Mitarbeiter kommen aus dem Handwerk, sind Maurer oder Schlosser, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr draußen arbeiten können oder wollen; sie schätzen den Arbeitsplatz in einer warmen Industriehalle. Pinta bildet am Standort Bückeburg auch aus: Aktuell gibt es zwei Azubis im kaufmännischen Bereich.

Übrigens: Der Firmenname Pinta geht auf eines der drei Schiffe zurück, mit denen Christoph Kolumbus im Wettlauf mit Portugal den Seeweg nach Indien finden wollte. „Die Pinta“, so Daniel, „war das Schnellste der drei Schiffe.“ Die Firmeneigentümer sind begeisterte Segelsportler, haben im Jahre 2002 das Volvo Ocean Race gewonnen – die wichtigste Hochseeregatta der Welt. bus