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Bückeburg Stadt Positive Bilanz der „Langen Nacht der Kultur“ in Bückeburg
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Positive Bilanz der „Langen Nacht der Kultur“ in Bückeburg
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21:36 25.10.2019
Auch in diesem Jahr ein Höhepunkt der „Langen Nacht der Kultur“: die leuchtenden Walk-Acts.  Quelle: Archiv
Bückeburg

Am 20. September waren fast 3000 zumeist begeisterte Gäste von einem Auftrittsort zum nächsten durch die Innenstadt gebummelt. „Gefühlt war noch mehr los als im Jahr davor“, meint Albert Brüggemann, Vorsitzender des Kulturausschusses des Stadtrates. Die genauen Zahlen, die Annika Tadge von der Stadtverwaltung vorlegte, stützen diesen Eindruck nicht ganz: 2839 Eintrittsbändchen seien verkauft worden, 19 weniger als im Jahr zuvor.

Möglicherweise drängten sich die Besucher aber vor einigen besonders begehrten Auftrittsorten wie dem Schloss oder dem Museum diesmal besonders. Für den einen oder anderen Kulturfreund bedeutete das ein wenig Frust: Nicht alle Programmwünsche konnten deshalb abgearbeitet werden.

Das Problem ist den „Machern“ durchaus bewusst, nach Lösungsmöglichkeiten wird gesucht. Vielleicht könnten einige „Hits“ in Zukunft zu späterer Stunde wiederholt werden. Doch so einfach ist das nicht: Kinder und Jugendliche dürfen zum Beispiel spätabends nicht mehr auftreten, auch das Fehlen eines weiteren großen Veranstaltungssaales macht sich schmerzlich bemerkbar.

Ein Rezept für den Erfolg des Events verriet Brüggemann: „Die ‚Lange Nacht’ lebt auch von der Veränderung.“ Neben Klassikern gibt es nämlich immer wieder neue Programmpunkte. Auch fürs kommende Jahr („Lange Nacht der Kultur“ ist dann am 18. September) gibt es bereits Überlegungen für neue Attraktionen. Auswahl gibt es genügend: Viele Künstlerinnen und Künstler würden gern in Bückeburg auftreten, kommen von sich aus auf die Veranstalter zu.

Überschuss erzielt

Die meisten schreckt es auch nicht, dass keine großartigen Honorare, sondern nur kleine Aufwandsentschädigungen gezahlt werden können. Das Konzept beruht nämlich auf Ehrenamtlichkeit. Es soll auch vermieden werden, dass die Stadt für eventuell anfallende Defizite einspringen muss.

2019 ist das gut gelungen: Einnahmen in Höhe von 21.320 Euro stehen Ausgaben von 19.516 Euro entgegen – es wurde also ein kleiner Überschuss erzielt. Die Finanzierung steht und fällt natürlich mit dem Wetter: Bei strömendem Regen kommen natürlich spontan weniger Gäste. Die Organisatoren freuen sich daher über jedes Eintrittsbändchen, das bereits im Vorverkauf abgesetzt wird. In diesem Jahr waren es gut 50 Prozent. Es dürfen aber auch noch mehr werden, denn mit diesen Einnahmen lässt sich sicher kalkulieren.

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