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Bückeburg Stadt So viele Bieter wie noch nie
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19:59 22.02.2019
HOAG-Geschäftsführer Manfred Quer (rechts) und Revierförster Sören Peters zeigen stolz jenen Eichenstamm, für den der höchste Festmeterpreis geboten worden ist.
HOAG-Geschäftsführer Manfred Quer (rechts) und Revierförster Sören Peters zeigen stolz jenen Eichenstamm, für den der höchste Festmeterpreis geboten worden ist. Quelle: wk
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Bückeburg

Eine neue Bestmarke hat die HOAG für das Fürstliche Forstamt Bückeburg, das Kreisforstamt Spießingshol und fünf andere Waldbesitzer durchgeführte Wertholzsubmission verzeichnet: Insgesamt 21 Bieter – die meisten aus Deutschland, aber auch Interessenten aus Dänemark und den Niederlanden – hatten sich mit der Abgabe von schriftlichen Geboten an diesem Verkaufsverfahren beteiligt.

 Das sei schon „eine Besonderheit in diesem Jahr“, berichtete der HOAG-Geschäftsführer Manfred Quer. In den vorausgegangenen elf Jahren dieser alljährlichen Wertholzsubmission sei dies so „noch nie da gewesen“. Zum Vergleich: Im Vorjahr beispielsweise hatten 19 Interessenten Gebote für das an der „Betonstraße“ im Meinser Kämpen präsentierte Stammholz abgegeben und im Jahr davor 14 Interessenten.

Die Steigerung zeige, dass sich dieser alljährliche Termin im Kundenkreis etabliert habe, resümierte Quer. Dabei wies er darauf hin, dass diesmal pro angebotenem „Los“ (einzelner Stamm oder eine Partie aus mehreren Stämmen) im Schnitt 6,8 Gebote abgegeben worden seien. Für einige ganz besonders hochwertige Einzelstämme habe man sogar bis zu 16 Gebote erhalten.

Festmeterpreis von 831 Euro

Laut Quer sind es in der Masse Sägewerke gewesen, die sich auf Käuferseite an der Wertholzsubmission beteiligt haben. Vereinzelt hätten aber auch Furnierhersteller ausgewähltes Stammholz per Höchstgebot gekauft.

Wie der HOAG-Geschäftsführer weiter informierte, hat das Eichenwertholz einen „gleichbleibend guten Durchschnittspreis“ in Höhe von 548 Euro je Festmeter erzielt (Vorjahr: 554 Euro). Das Höchstgebot entfiel demnach auf eine „furnierfähige Eiche“ mit einem Volumen von 1,85 Festmetern aus dem zum Fürstlichen Forstamt Bückeburg gehörenden Revier Meinser Kämpen. 1537 Euro brachte dieser mehrere Meter lange Stamm ein, was einem Festmeterpreis von 831 Euro entspricht.

Den insgesamt wertvollsten Einzelstamm hatte laut Quer indessen das Kreisforstamt Spießingshol zu der Versteigerung beigesteuert: 2844 Euro zahlte ein Schälfurnierwerk für diesen 9,7 Meter langen und 0,72 Meter starken, im Forstrevier Pollhagen geernteten Eichenstamm (3,95 Festmeter). Demgegenüber hat das Eschenwertholz in diesem Jahr „bei ordentlicher bis guter Qualität“ durchschnittlich 202 Euro je Festmeter (Vorjahr: 227 Euro) eingebracht.

Manche Angebote bekamen keine Gebote

Den Gesamterlös dieser Wertholzsubmission bezifferte der HOAG-Geschäftsführer auf rund 424900 Euro (Vorjahr: 479000 Euro).

Nach Baumarten unterschieden, waren am Meinser Kämpen – so Quer – etwa 766 Festmeter Eichenstammholz plus ungefähr 60 Festmeter Eschen- und sonstiges Stammholz offeriert worden. Außer dem Fürstlichen Forstamt Bückeburg (circa 400 Festmeter Stammholz) und dem Kreisforstamt (rund 172 Festmeter) hatten die Forstgenossenschaft Wiedensahl, der Stadtforst Rehburg, der Interessentenforst Winzlar sowie zwei private Waldbesitzer ihr Wertholz angeboten. Lediglich auf neun Lose Eichenwertholz (circa sieben Festmeter) und sechs Eschenstämme war im Rahmen der Submission kein Gebot abgegeben worden.

Die im Meinser Kämpen aufgereihten Wertholzstämme seien ein „Schaufenster“ der regionalen Forstwirtschaft, die den Wald „im besten Sinne nachhaltig bewirtschaftet“, merkte Lothar Seidel, der Leiter des Kreisforstamtes Spießingshol, an. mw