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Bückeburg Stadt Sparkasse baut für 13,5 Millionen Euro
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Sparkasse baut für 13,5 Millionen Euro
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20:35 07.10.2011
„Ein modernes und gradliniges Gebäude als Pendant zum Glaskubus des Hubschraubermuseums.“ So umriss Architektin Maike Köster-Eckert vom Planungsbüro Riechmann den Entwurf für den Neubau der Sparkassen-Hauptstelle an der Bahnhofstraße. Quelle: rc
Bückeburg (rc)

„Die jetzigen Gebäude sind stark überholungsbedürftig und entsprechen in ihren Funktionen nicht den Anforderungen an einen reibungslosen und strukturierten Ablauf innerhalb der Sparkasse“, sagte Direktor Günther Klußmeyer, als im Bau- und Umweltausschuss die Neu- und Umbaupläne vorgestellt und diskutiert wurden. Verschiedene Funktionen des Geldinstitutes müssten zukunftsorientiert untergebracht werden. Und: „Durch den Neubau wird der Standort Bückeburg langfristig gesichert.“ In der Geschäftsstelle der Sparkasse arbeiten derzeit 43 Mitarbeiter, insgesamt aber sind am Standort Bückeburg 133 Mitarbeiter tätig und erfüllen Aufgaben, die im heutigen Bankenwesen auch an anderen Standorten erledigt werden können.

Der Neubau soll in Form eines „U“ gebaut werden: dreigeschossig in dem Bereich, der auf der Mitte des Grundstücks gebaut wird, zweigeschossig im vorderen Bereich hin zu Marktplatz und der Straße“ Am Rathaus“.

„Sieht aus wie ein Klotz“
Der zweigeschossige Bereich wird in Form eines Kubus mit viel Glas gebaut und neben der Kundenhalle eine Art Passage erhalten, die vom Haupteingang von der Bahnhofstraße zum zweiten Haupteingang Parkplatz Oberster Hof reicht und in der der umfangreiche SB-Bereich untergebracht wird. Das Dach wird ein Flachdach, auf dem eine Fotovoltaikanlage errichtet wird. Die weitere Energieversorgung soll über Geothermie erfolgen. Die Fassade wird aus Tonziegeln sein. Insgesamt 1200 Quadtatmeter Nutzfläche entstehen, bisher standen 1500 Quadratmeter zur Verfügung. Eine Tiefgarage wird nicht gebaut, da die Sparkasse nach Auskunft von Klußmeyer genügend eigene Stellplätze vorweisen kann.

Der neue Haupteingang wird zurückversetzt im Winkel von Bahnhofstraße und Straße „Am Rathaus“ entstehen. Durch das Zurücksetzen entsteht eine Platzsituation, die durch das vorhandene Kunstwerk, Verweilmöglichkeiten, Mauern und unterschiedliche Pflasterung Struktur erhält; eine große, rote Stele mit dem Sparkassen-Logo soll den Hinweis geben, was sich in dem Gebäude befindet.

„Ein modernes und gradliniges Gebäude als Pendant zum Glaskubus des Hubschraubermuseums, bewusst ganz im Gegensatz zum Stil der Weserrenaissance der umliegenden Gebäude“, umriss die Architektin Maike Köster-Eckert vom Planungsbüro Riechmann den Entwurf.

Der im Ausschuss nicht bei allen auf Gegenliebe stieß. „Ein Kasten“, so Wolfhard Müller (SPD). „Sehr nüchtern, so Ludwig Pohl (CDU). „Sieht aus wie ein Klotz“, so Rüdiger Homeier, (FDP). Aber, so Ulrike Eggers (CDU): „Der Bau spiegelt das Hubschraubermuseum sehr gut wieder.“ Kritik, die Klußmeyer damit entkräftete, dass es sich um einen Entwurf handle, an dem weiter gefeilt werde. Auch wegen der Anregungen sei man in den Ausschuss gekommen. Fünf Gebäude bilden derzeit die Hauptstelle. Zwei stehen an der Bahnhofstraße und der Straße Am Rathaus, die bis in die neunziger Jahre hinein mehrfach umgebaut, aufgestockt oder erweitert wurden, diese beiden Gebäude werden abgerissen und durch den Neubau ersetzt. Das dritte Gebäude steht etwas in Hintergrund am Parkplatz Oberster Hof und wurde erst 1994 errichtet. Dieses Gebäude bleibt stehen und wird durch ein gemeinsames Treppenhaus mit dem Neubau verbunden. Dazu hat die Sparkasse zwei Gebäude an der Bahnhofstraße in ihrem Besitz, in dem derzeit eine Anwaltskanzlei und – im ehemaligen Commerzbank-Gebäude – die Immobilienabteilung und weitere interne Abteilungen untergebracht sind. Diese beiden Gebäude sollen nach Angaben Klußmeyers verkauft werden.