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Bückeburg Stadt Standort-Überprüfung für Multifunktionsanlage
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Standort-Überprüfung für Multifunktionsanlage
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16:52 21.02.2018
Die an der Grundschule Meinsen stehende Multifunktionsanlage soll als Vorbild für die innerstädtische Anlage genommen werden
Die an der Grundschule Meinsen stehende Multifunktionsanlage soll als Vorbild für die innerstädtische Anlage genommen werden Quelle: bus
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Bückeburg

Die bisherigen Planungen sehen als Standort das Gymnasium Adolfinum vor. Das bezeichnete der Forumsvorsitzende Martin Brandt als „keine gute Idee“. „Das halte ich ebenfalls nicht für gut“, pflichtete ihm Ratsherr Andreas Paul Schöniger bei. Ratsherr Wolfhard Müller monierte, dass der Vorgang nicht im (von ihm geleiteten) Ratsausschuss für Sport und Partnerschaft behandelt worden sei.

 Wie der damalige Bau-Fachbereichsleiter Jörg Klostermann im Oktober 2017 auf Anfrage dieser Zeitung mitgeteilt hatte, soll die Anlage auf dem Asphaltplatz neben dem Gymnasium errichtet werden. Von dem mit Toren und Basketballkörben ausgestatteten Spielfeld könnten auch die Gymnasiasten profitieren. Das sei Klostermanns Aussagen gemäß „ein Synergieeffekt“.

 Zum Zeitpunkt der Äußerungen des Bereichsleiters stand noch eine Vereinbarung mit dem Landkreis als Eigentümer des Geländes aus. Für die Realisierung des Projekts waren im 2017er Haushalt 120.000 Euro verankert. Als Vorbild diente die an der Grundschule Meinsen stehende Anlage, die vor allem von Kindern und Jugendlichen gut angenommen wird, die für klassische Spielplätze zu alt sind.

 Die Standortfrage sei beim Landkreis noch nicht endgültig entschieden, deutete Schöniger jetzt an. Es solle nochmals versucht werden, in einen Dialog mit Rat und Verwaltung einzutreten. Er werde auf Bitten des Forums eine entsprechende Vorlage anfertigen.

 Enormer Wandel

Das Forum war vor drei Jahren – aufbauend auf den Erkenntnissen eines Sportentwicklungsplanes – als Interessenvertretung des Bückeburger Vereinssports gegründet worden. Die Studie hatte unter anderem aufgezeigt, „dass Vereine aufgrund gesellschaftlicher Umbrüche eine Phase enormen Wandels durchlaufen, der mit nichts vergleichbar ist, was in den letzten Jahrzehnten an Entwicklungen stattgefunden hat“.

 „Mit diesem Wandel in unserer Gesellschaft, aber auch in unserem lokalen Umfeld haben wir uns intensiv beschäftigt“, erläuterte Martin Brandt jetzt. Das sei weniger in formellen Sitzungen als vielmehr in vertrauensvoll und partnerschaftlich geführten Gesprächen geschehen. „Es ist schön zu beobachten, wie sich in der zurückliegenden Zeit ein freundschaftliches und kooperatives Miteinander zwischen den einzelnen Vereinen entwickelt hat“, gab der Vorsitzende zu verstehen.

 In einem ersten Schritt sei es dem Forum gelungen, durch den Vortrag überzeugender Argumente in konstruktiven Gesprächen die Politik von der Einführung von Nutzungsgebühren für Sportstätten abzubringen. Des Weiteren habe die Interessenvertretung Kooperationen zwischen einzelnen Vereinen auf den Weg gebracht.

Aufnahme der Sportschützen-Kameradschaft Bückeburg Nord

Darüber hinaus diskutiere die Runde regelmäßig und sehr offen über die strukturellen Probleme insbesondere kleinerer Sportvereine. „Und wir haben gemeinsam die Vision entwickelt, die Verwaltungsaufgaben der Vereine unter Aufrechterhaltung dezentraler Identitäten und Sportangebote in einer übergeordneten Einheit zu bündeln“, führte Brandt aus.

 Die Versammlung votierte einstimmig für die Aufnahme der Sportschützen-Kameradschaft Bückeburg Nord in das Forum. Der aus der Kyffhäuser-Kameradschaft Meinsen-Warber hervorgegangene Verein kümmert sich Angaben seines Vorsitzenden Andreas Paul Schöniger entsprechend vor allem um die Belange schießsportlich interessierter Jugendlicher in Meinsen-Warber, Rusbend, Achum und Scheie.

 Hagen Rank berichtete über absehbare Beitragsanpassungen im Bereich von Landes- und Kreissportbund. Im Kreis seien Anhebungen für Jugendliche im Alter bis 14 Jahren von 60 Cent auf einen Euro, für 14- bis 18-Jährige von einem auf 1,50 Euro und für Erwachsene von 1,50 auf zwei Euro vorgesehen. Der Vorsitzende des Kreissportbundes betonte, dass es sich um moderate Veränderungen handele. „Schon deswegen, weil diese Beiträge jährlich erhoben werden“, erklärte Rank. bus