Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt "Total geil"
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt "Total geil"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:34 31.03.2019
Der Achumer Manuel Hamann und seine beiden Söhne haben Spaß bei der Fahrt im „Musikexpress“.  Quelle: wk
Anzeige
Bückeburg

Der Frühjahrsmarkt mit seinen vielen Verkaufsbuden sowie mehreren großen und kleinen Fahrgeschäften hat am Wochenende zahlreiche Menschen in die Bückeburger Innenstadt gelockt. Hauptattraktion war das auf dem Marktplatz aufgebaute Karussell „Heroes“, das vor allem von den jungen Leuten unter den Besuchern stark frequentiert wurde. Ein bisschen Wagemut und im übertragenen Sinne Seefestigkeit erforderte es allerdings schon, sich in eine der Gondeln zu setzen und sich dann im „Heroes“ herumwirbeln zu lassen – denn die Fahrten waren überaus rasant.

Das auch als „Beschleunigungskarussell“ zu bezeichnende Fahrgeschäft drehe sich 22 Mal pro Minute im Kreis, berichtete Marvin Fick, der Betreiber des „Heroes“. Zusätzlich machten die Gondelkreuze mit den daran montierten Gondeln ihrerseits 26 Umdrehungen pro Minute.

Anzeige

Dem 26 Jahre alten Schausteller zufolge wirken dabei Beschleunigungskräfte (g-Kräfte) von bis zu 4 g auf die Passagiere, was dem Vierfachen der normalen Erdanziehungskraft entspreche. Bedeutet: Ein Fahrgast mit beispielsweise einem Körpergewicht von 70 Kilogramm wird bei 4 g derart in den Gondelsitz gedrückt, dass er in dem Moment 280 Kilogramm auf die Waage bringen würde.

Außer im „Heroes“ und im „Shaker“ kamen Adrenalinjunkies aber auch im „Musikexpress“ auf ihre Kosten. Ein Klassiker unter den Fahrgeschäften, der bei Manuel Hamann aus Achum sogar Erinnerungen an seine eigene Jugend weckte: „Es macht mir immer noch Spaß, total geil“, berichtete der 45-Jährige, nachdem er mit seinen beiden Söhnen Asgard (12) und Tjark (8) ein paar Runden mit dem „Musikexpress“ gedreht hatte. Schon früher sei er gern mit solch einem Karussell gefahren. Damals aber habe man in Schlangen angestanden, um einen freien Wagen zu erhaschen, so sehr seien die „Musikexpress“-Fahrgeschäfte früher umlagert gewesen. Wobei es freilich auch darum gegangen sei, die laute Musik zu hören und Leute kennenzulernen.

Dass er mit seinen Söhnen auf dem Frühjahrsmarkt unterwegs war, hatte für Hamann nicht zuletzt etwas mit dem Erhalt einer Tradition zu tun: „Wenn man nicht hingeht, wird es so einen Jahrmarkt irgendwann nicht mehr geben“, betonte der Achumer.

Guter Laune war auch Familie Schmidt aus Stadthagen: Sie kämen mit ihren vier Kindern regelmäßig nach Bückeburg, wenn hier Kirmes sei, verriet Jennifer Schmidt. Bei den Bückeburger Jahrmärkten sei die Atmosphäre „familiär und herzlich“.

Schade fand sie jedoch, dass wegen Platzmangels aufgrund der Baustelle in der Bahnhofstraße diesmal kein Autoscooter aufgebaut ist. Ihre beiden Söhne Kilian (19) und Bastian (11) wären nämlich gern wieder Autoscooter gefahren. Laut Jennifer Schmidt gab es aber dennoch genug Attraktionen für ihre Jungs.
Ihre beiden Töchter Emmi (10) und Enna (7) dagegen hatten unter anderem Spaß daran, an einer Spielebude Dartpfeile auf aufgeblasene Luftballons zu werfen, ebenso wie deren Freundin Leni (10).

Wie viel Geld sie bei so einem Frühjahrsmarkt ausgeben? „150 Euro sind wir heute schon losgeworden“, verriet Ehemann Christian Schmidt. Und ein „Zwanziger“ werde wohl noch hinzukommen. Aber das sei es ihnen wert, denn: „Die Kinder haben Spaß.“

Zur Belebung der Innenstadt trug am Sonntag außerdem bei, dass von 13 bis 18 Uhr viele der in der City ansässigen Geschäfte geöffnet hatten. Wer noch nicht auf dem Frühjahrsmarkt war oder ein weiteres Mal hingehen möchte, hat dazu heute die letzte Gelegenheit.