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Bückeburg Stadt Spielplatz "Am Weinberg" in Bückeburg: Abrissparty im Oktober
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Spielplatz "Am Weinberg" in Bückeburg: Abrissparty im Oktober
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15:30 05.10.2019
Zum Spielplatz „Am Weinberg“ gehört auch die alte unter Denkmalschutz stehende Mühle, die sich im Besitz der Stadt befindet. Quelle: rc
Bückeburg

Bereits im November wird neu gepflanzt, spätestens im Frühjahr sollen die neuen Spielgeräte geliefert und aufgestellt sein.

Rund 50.000 Euro lässt sich die Stadt diesen „nicht normalen Spielplatz“ kosten, wie es die Ausschussvorsitzende Iris Gnieser (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend und Familie formulierte. Denn neben dem eigentlichen Spielplatz wird es einen größeren naturnahen Bereich mit Blumenwiese, Büschen und Sträuchern wie etwa Beeren oder Obstbäume geben: zum einen, um Kindern, aber auch Erwachsenen die Natur nahe zu bringen, zum anderen aber auch als Nahrungsgrundlage für Insekten.

Spielplatz und Umweltmaßnahme in einem

„Das wird auch eine Umweltmaßnahme“, sagte Grünen-Ratsherr Wilhelm Klusmeier und regte an, dass zur Finanzierung der 50000 Euro auch Geld aus dem Umwelttopf des Haushalts genommen wird. Denn normalerweise sieht der städtische Haushalt nur 250000 Euro je Umgestaltung eines Spielplatzes vor.

„Die 50.000 Euro nehmen wir aber in die Hand“, sagte Fachgebietsleiter Christian Schütte. Er habe mit dem Kämmerer gesprochen und das Okay bekommen. Deutlich teurer wird der Spielplatz auch dadurch, dass eine rund 350 Meter lange Umzäunung erneuert werden muss.

50 Kinder und Jugendliche bringen ihre Wünsche ein

Mittlerweile hat auch die Kinder und Jugendbeteiligung stattgefunden. Rund 50 Jungen und Mädchen kamen. Auch Erwachsene waren dabei. Ihnen allen wurde das Konzept vorgestellt, Vorschläge aus dieser Beteiligung wurden in die Planung aufgenommen. Das Konzept ist von einer „sehr aktiven Arbeitsgruppe“ entwickelt worden, wie Ratsfrau Sandra Schauer (SPD) lobte. Woran es weiterhin hapere, sei die Sponsorensuche, um den Spielplatz etwas mitzufinanzieren. Einige hätten zwar Zusagen gemacht, viele aber auch keine Rückantwort gegeben, hieß es im Ausschuss.

In dem noch eine generelle Diskussion über die Nutzung von Spielplätzen an sich entbrannte. Der Sachkundige Bürger Jan-Uwe Zapke berichtete aus seinen Erfahrungen, dass der Spielplatz am Nordharrl im Bereich der ehemaligen britischen Siedlung ebenfalls umgestaltet worden ist, aber so gut wie nie ein Kind dort spiele. Nur Gassigeher sehe er dort öfter.

Alterstruktur der Wohngebiete beeinflusst Spielplatzgestaltung

Es gebe wenig Angebote, die viel genutzt werden, berichtete Ratsherr Dieter Wilharm Lohmann von seinen Erfahrungen. Es sei kein Widersinn, den Weinberg-Spielplatz so herzurichten, sagte die Ratsfrau Johanna Harmening (SPD). Es gebe dort sehr viele Mehrfamilienhäuser ohne Gärten oder Reihenhäuser mit sehr engen Gärten: „Der Standort ist hervorragend.“

Zur generellen Auswahl, welcher Spielplatz umgestaltet wird, merkte der Fachgebietsleiter an, dass die Verwaltung auf die jeweilige Altersstruktur des Wohngebiets schaue und wie viele Kinder in welchem Alter dort leben. von Raimund Cremers