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Bückeburg Stadt Unfallfluchten auf Rekordniveau
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Unfallfluchten auf Rekordniveau
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18:04 19.04.2019
Ein Unfall, den die Beamten des Kommissariates Bückeburg 2018 bearbeiten mussten: Ein Überschlag mit zwei Verletzten am Unfallschwerpunkt Klein Eilsen im Juni.
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Bückeburg

Insgesamt ereigneten sich im Bereich des Kommissariats mit den beiden Städten Bückeburg und Obernkirchen sowie den Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt mit seinen rund 46000 Einwohnern 1184 Unfälle, die bei der Polizei gemeldet wurden – das dritte Jahr in Folge, dass die 1100-Marke überschritten wurde. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben (2017: 2). 161 Menschen wurden verletzt (Vorjahr: 141), 15 davon schwer (Vorjahr: 22). Jeder Tote oder jeder Verletzte sei einer zuviel, konstatierte der Leiter Einsatz- und Streifendienst, Arno Hansing. Trotz der hohen Unfallzahl könne die Polizei Bückeburg aber zufrieden sein, da die Zahl der Toten und Schwerverletzten sehr niedrig ist. Die Relation sei zufriedenstellend.

Rekord bei Unfallfluchten

Seit Jahren auf konstant niedrigem Niveau liegt die Zahl der Unfälle der Risikogruppe „Junge Kraftfahrer“, der sogenannten Disco-Unfälle: Der verzeichnete tödliche Unfall geschah am helllichten Tag, als ein 22-jähriger Handwerker von einer Arbeitsstelle zurückkehrte. Ebenfalls konstant auf sehr niedrigem Niveau: die Zahl der Baumunfälle mit zwei Verletzten.

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Einen neuen Höchststand gab es dagegen bei den Unfallfluchten. Dort wurden 323 gemeldet (Vorjahr: 272). Aufgeklärt wurden 122 Fälle, einer weniger als 2017. Bei Unfallfluchten mit Personenschäden wurden elf registriert, davon sechs aufgeklärt, beide Zahlen sind konstant im Vergleich zum Vorjahr. Das hohe Niveau der Unfälle führt das Kommissariat eben auf diese Parkplatzrempler zurück – und auf die relativ hohe Verkehrsdichte in seinem Gebiet mit zwei Bundesstraßen.

Rückgang bei Alkoholfahrten

Ein Rückgang wurde bei den Fahrten unter Alkohol- beziehungsweise Drogenbeeinflussung verzeichnet. 63-mal wurde das Feld Alkohol im Straßenverkehr angekreuzt, 17 davon waren mit Verkehrsunfällen verbunden (Vorjahr: 79/19). Bei den Drogenfahrten wurden insgesamt 55 registriert, zwei davon mit Verkehrsunfall (Vorjahr: 70/4). Den Rückgang führt die Polizei auf ein höheres Problembewusstsein auch bei Heranwachsenden zurück. Vielfach werde vorher geklärt, wer fährt. Das konstant hohe Niveau der aufgeklärten Drogenfahrten führt die Polizei auf die bessere Ausbildung der Beamten zurück.

„Keine Auffälligkeiten“, konnte Pressesprecher Matthias Auer beim Thema Radfahrunfälle konstatieren. Das Thema werde schwerpunktmäßig an den Schulen mit Aufklärungsarbeit oder aber morgendlichen Kontrollen der Räder auf Verkehrssicherheit und Einhalten der Helmpflicht bearbeitet.

Die Schwerpunktsetzung 2019: Kontrollen zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen Tempo, Alkohol und Drogen sowie Ablenkung am Steuer, Stichwort: Handy. rc