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Bückeburg Stadt Ursache für Feuer in Windmühlenstraße unklar
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Ursache für Feuer in Windmühlenstraße unklar

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17:23 21.10.2020
Kriminaloberkommissar Thorsten Brandt sucht am Brandort nach Spuren. Das zerstörte Dach des Wohnhauses und eine Gaube sind von Arbeitern einer Spezialfirma mit Planen und Holzlatten gesichert worden.  Quelle: Leonhard Behmann
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Bückeburg

Auch vier Tage nach dem verheerenden Feuer in einem Wohnhaus an der Windmühlenstraße in Bückeburg schwebt ein Mieter, der bei dem Brand schwerste Verletzungen erlitten hat, nach Angaben der Polizei weiter in Lebensgefahr.

Er soll unter anderem schwere Brandwunden erlitten haben. „Der Mann ist mittlerweile nach Hannover zur Medizinischen Hochschule verlegt worden“, sagt Hauptkommissar Matthias Auer. Retter hatten den 56 Jahre alten Bewohner des Mehrfamilienhauses zunächst mit einem Rettungswagen ins Johannes Wesling Klinikum Minden gebracht. Ein angeforderter Rettungshubschrauber konnte in der Nähe des Einsatzortes nicht landen – das Wetter war zu schlecht.

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Dach ist einsturzgefährdet

Unterdessen haben Spezialisten des Arbeitsfeldes 1 (Todes- und Brandursachen-Ermittlungen) der Polizei Bückeburg die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandermittler werden dabei auch von Experten der Tatort-Gruppe aus Nienburg unterstützt. In dem Haus hat das Feuer einen großen Schaden verursacht. „Das Dach ist einsturzgefährdet, eine Wand im Obergeschoss mit Rissen durchzogen und instabil“, berichtet Kriminaloberkommissar Thorsten Brandt. Gemeinsam mit Kollegen hat der Kriminalbeamte in dem Haus nach Spuren gesucht.

Noch ist aber völlig unklar, was das Feuer ausgelöst hat. Die Experten können nichts ausschließen. Auch, ob es eine Explosion in dem Haus gegeben habe, sei derzeit unklar, sagt Brandt. Fest stehe nur: „Zwei Zeugen haben unabhängig voneinander zwei laute Knallgeräusche wahrgenommen“, sagt der Brandermittler. „Zudem gibt es an einer Wand Spuren, die auf eine Detonation hindeuten könnten.“ Um das zu klären, seien weitere Untersuchungen nötig. Die Ermittler beschäftigen sich auch mit der Frage, ob es bereits vor Ausbruch des Feuers laut geknallt habe oder erst während des Brandes.

Haus beschlagnahmt

Das gesamte Wohnhaus bleibt weiter durch die Polizei beschlagnahmt. Mit rot-weißem Flatterband ist der Brandort von Polizisten abgesperrt worden.

Möglich, dass für die weiteren Ermittlungen zunächst Teile des Hauses abgestützt werden müssen. Durch Feuer, Ruß und Löschwasser seien alle vier Wohnungen in dem Haus stark in Mitleidenschaft gezogen worden und unbewohnbar. Die zwei Mieter, die außer dem 56-Jährigen in dem Haus wohnen, seien bei Verwandten untergekommen, berichtet Brandt.

Am frühen Sonntagmorgen um 1.11 Uhr war die Feuerwehr Bückeburg-Stadt zur Windmühlenstraße gerufen worden. Die Ehrenamtlichen waren schnell – nur sechs Minuten nach der Alarmierung traf das erste Löschfahrzeug am Einsatzort ein. Ein Trupp, der sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatte, konnte den 56-Jährigen in der Brandwohnung aufspüren und retten. Die anderen beiden Bewohner brachten sich selbst in Sicherheit. Stundenlang mussten die Einsatzkräfte gegen das Feuer kämpfen. Bei den Löscharbeiten war auch ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden.

Von Leonhard Behmann

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