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Bückeburg Stadt Wahlbezirke fest in SPD-Hand
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Wahlbezirke fest in SPD-Hand
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19:40 16.10.2017
Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale beginnt die Auszählung – wie hier im Wahlbezirk Bergdorf. Quelle: wk
Bückeburg

 Wie auf Landesebene verloren die Grünen auch in Bückeburg deutlich an Stimmen (8,78 zu 13,94 Prozent im Jahr 2013), während die AfD auf 6,45 Prozent kam. Bei der Bundestagswahl vor drei Wochen waren es noch 9,99 Prozent.

 Eindeutiger Gewinner ist auch die Demokratie. Denn die Wahlbeteiligung in Bückeburg stieg auf 61,59 Prozent, 2013 hatte sie noch bei 56,09 Prozent gelegen. Die höchste Resonanz wurde in Bergdorf registriert, wo 60,11 Prozent an die Urne gingen, die niedrigste in der Marienschule mit 35,37 Prozent. Die Wahlbeteiligung der Briefwähler wird nicht einzeln ausgewiesen. Landesweit gingen 63,1 Prozent der Wähler an die Wahlurne.

 Ein Blick in die einzelnen Wahllokale ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da in einigen nur sehr wenige Menschen zur Wahl aufgerufen waren wie etwa in Achum, wo nur 131 Wahlberechtigte leben.

Höchster Wert für Becker in Achum

 Becker konnte für die SPD bei den Erststimmen in 19 Wahllokalen die meisten Stimmen erringen. Seinen höchsten Wert erzielte er in Achum mit 62,69 Prozent, seinen niedrigsten im Wahllokal Sümenings Tenne mit 33,61 Prozent. Bei den Zweitstimmen konnte die SPD erwartungsgemäß das starke Ergebnis des Platzhirschen Becker nicht halten, sondern lag generell um einige Prozentpunkte darunter. In Achum erreichte die Partei mit 49,25 Prozent ihr stärkstes Ergebnis, auf Sümenings Tenne mit 28,69 auch wieder ihr schwächstes.

 Die CDU in Person von Colette Thiemann hat bei den Erststimmen sowie bei den Zweitstimmen – analog zum SPD-Ergebnis – ihre Hochburg auf Sümenings Tenne mit 43,61 beziehungsweise 37,70 Prozent, gefolgt von den Wahllokalen im Seniorentreff Röcke und in Scheie. Den schwächsten Wert erreicht sie in der Grundschule Am Harrl mit gerade einmal 23,65 Prozent. Ohnehin ist zu beobachten, dass die CDU in einigen Wahllokalen der Kernstadt schwächer abschneidet als in den Ortsteilen.

 Deutliche Verluste bei den Grünen

 Durch die Bank müssen die Grünen sowohl bei den Erst- als auch Zweitstimmen deutliche Verluste verzeichnen. Bei den Erststimmen holt Imke Hennemann-Kreikenbohm mit 12,75 Prozent im Wahllokal Scheie den höchsten Wert, kommt dagegen im Seniorentreff Röcke auf nur 3,96 Prozent. Die meisten Zweitstimmen holen die Grünen im DLRG-Vereinsheim mit 10,44 Prozent, die wenigsten in Achum mit 4,48 Prozent.

 Dass für den FDP-Kandidaten Hendrik Tesche Bückeburg ein Heimspiel war, sieht man an den Erststimmen, wo er in fünf Wahllokalen über zehn Prozent erreichte: die meisten in der Grundschule Am Harrl mit 15,64 Prozent. Werte, die bei den Zweitstimmen deutlich absinken, wo das stärkste Ergebnis der Liberalen bei 13,64 Prozent in der Begegnungsstätte und das schwächste bei 3,43 Prozent in Scheie liegt.

Afd schwächer als bei der Bundestagswahl

Die Linke erzielt bei den Erststimmenin Person von Metin Duygu im Wahllokal Oberschule mit 9,89 Prozent ihr höchstes Ergebnis, ist bei den Zweitstimmen stark in der Oberschule, in Müsingen und der Grundschule Petzer Feld.

 Schwächer als bei der Bundestagswahl hat die AfD abgeschnitten: 6,45 zu 9,99 Prozent. Im Sportheim Achum erzielte sie mit 11,94 Prozent ihren höchsten Wert, in Müsingen mit 3,23 ihren niedrigsten. Wie schon bei der Bundestagswahl schnitt sie in der Kernstadt stärker ab als in den Ortsteilen. rc