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Bückeburg Stadt Weitere Betreuungsplätze für Bückeburg erforderlich
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08:11 25.01.2019
Nicht schön, aber praktisch und verfügbar: die „Container-Krippe“ am Straußweg.
Nicht schön, aber praktisch und verfügbar: die „Container-Krippe“ am Straußweg. Quelle: kk
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Bückeburg

Und das, obwohl gerade enorm in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert wird.

Fachgebietsleiter Christian Schütte stellte den Ausschussmitgliedern die neuesten Zahlen der Verwaltung vor. Er hatte vorab schon „gewarnt“: „Wir sind mit dem Thema Betreuung längst noch nicht am Ende.“ Danach können Betreuungsansprüche und -wünsche der Eltern im Kindergartenbereich bis zum Sommer weitgehend abgedeckt werden. Ab August, mit Beginn des neuen Kindergartenjahres, sei das jedoch nach den vorliegenden Anmeldungen nicht mehr möglich. Es fehlten mindestens sieben Plätze.

Auch bei den Krippenplätzen wird es eng. Dort kann der Bedarf bis Ende dieses Jahres weitgehend abgedeckt werden. Im Sommer sind geringe Engpässe zu erwarten, 2020 könnte es dann jedoch richtig knapp werden. Schütte verwies auf die rege Bautätigkeit und darauf, dass der Zuzug junger Familien zu erwarten sei. Und deren Anmeldungen lägen natürlich noch nicht vor. Geplant sei ja ohnehin, den Deckungsgrad bei Krippenplätzen von derzeit 50 Prozent pro Jahrgang zu erhöhen. Auch die Bundeswehr habe angefragt, für die Kinder von Soldaten, die zwar in Bückeburg stationiert seien, aber nicht hier wohnten, Belegplätze anzumieten. Diese Wünsche seien bei den Berechnungen berücksichtigt worden. Folge: Anfang kommenden Jahres werde wohl eine weitere Krippengruppe nötig.

Finanzierung als Problem

Für die kurzfristige Bedarfsdeckung schlägt die Verwaltung vor, die derzeitigen Krippenräume am Straußweg weiter zu nutzen. Dort sind in einem angemieteten temporären Gebäude noch zwei Krippengruppen untergebracht. Diese sollen nach Fertigstellung der Julianen-Kita dorthin umziehen. Eigentlich sollte das Provisorium dann aufgegeben werden.

Die Verwaltung schlägt nun aber vor, den Mietvertrag für die Container nicht auslaufen zu lassen, sondern diese weiter zu nutzen. Dort könnten dann ab Sommer eine weitere Kindergartengruppe und ab 2020 eine neue Krippengruppe einziehen.

Als Problem könnte sich die Finanzierung erweisen. Allein die Miete für die Container beträgt 8400 Euro pro Monat, dazu kommen weitere Kosten für Verwaltung und Personal. Die Landeszuschüsse decken diese nämlich nach den bisherigen Erfahrungen nicht ab. Im Haushalt sind noch keine Mittel dafür vorgesehen.

Daher sind nun die Fraktionen gefragt, das Thema zügig zu beraten, damit es noch im März in den Ausschüssen und im Rat behandelt werden kann. Denn die Planung, insbesondere die Suche nach Personal, braucht einen gewissen Vorlauf.

Von Karsten Klaus