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Bückeburg Stadt „Wilde Entleerung“ nervt
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Wilde Entleerung“ nervt
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17:56 27.03.2019
Blockierte Parkbuchten und flatternde Papierfetzen auf dem Pflaster: Nachdem Axel Kliver das Woche für Woche beobachtet hat, hat er jetzt die AWS Schaumburg eingeschaltet.
Blockierte Parkbuchten und flatternde Papierfetzen auf dem Pflaster: Nachdem Axel Kliver das Woche für Woche beobachtet hat, hat er jetzt die AWS Schaumburg eingeschaltet. Quelle: pr.
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Bückeburg

Woche für Woche hat sich Axel Kliver darüber geärgert, dass vor seinem Privathaus an der Hermannstraße und vor allem an der Langen Straße vor seinem Immobilienbüro die Müllwerker die Mülltonnen nach der Entleerung „wild“ abstellen: entweder mitten auf der Straße oder auf Parkplätzen und Parkbuchten, sodass der Verkehr erheblich behindert wird. Auch passiere es immer häufiger, dass Papier oder Plastik danebenfalle.„Das ist sehr unansehnlich für unsere Stadt“, so Kliver.

Kürzlich ist ihm nun der Kragen geplatzt. Schriftlich bat Kliver die zuständige Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises um eine schriftliche Stellungnahme, wie sie dieses Problem abstellen wolle. „Oder verfahren Sie nach dem Verfahren ‚Zeit ist Geld’ – und einer wird den Müll schon beseitigen?“, fragte Kliver. Und er schickte eine Reihe Fotos an die AWS, um seine Beschwerde zu untermauern.
Die AWS nahm die Beschwerde nach eigenem Bekunden mit Bedauern zur Kenntnis. Als Dienstleistungsunternehmen sei die AWS natürlich sehr an einer guten Leistungserbringung für die Kunden interessiert: „Das Abstellen der Tonnen auf Parkflächen oder auf öffentlichen Straßen ist auch aus unserer Sicht nicht akzeptabel.“ Um Gefährdungssituationen zu vermeiden, seien die Mitarbeiter auf den Entsorgungstouren angehalten, Abfallbehälter an den Aufstellplatz zurückzustellen.

Eine Rücksprache mit der Disposition des Entsorgungsunternehmens habe ergeben, dass zumindest ein Teil der auf den mitgelieferten Fotos abgelichteten Abfallbehälter so in den Parkbuchten zur Leerung bereitgestanden habe, so die AWS. Diese Praxis sei durchaus nicht unüblich. Die betroffenen Kunden wüssten, dass die Entsorgungsfahrzeuge im innerstädtischen Bereich sehr früh mit der Leerung beginnen. Um diese Zeit seien die Parkflächen noch frei. Die Behälter würden nach erfolgter Leerung zeitnah wieder zurückgeholt, ohne Gefahr zu laufen, parkende Fahrzeuge zu beschädigen.

Problem soll entschärft sein

Das betreffende Abfuhrunternehmen habe die Thematik aber aus aktuellem Anlass aufgegriffen und werde die Teams nochmals auf die Bedeutung des richtigen Abstellens hinweisen, schreibt die AWS in ihrer Stellungnahme an Kliver. So sollte zukünftig das Problem entschärft sein.

Zu den Abfällen, die nach der Leerung auf der Straße liegen würden, sagt die AWS, dass bei der Leerung von Abfallbehältern diese am Entsorgungsfahrzeug eingehängt, hochgefahren und gekippt werden, sodass der Deckel sich öffnet und der gesamte Inhalt direkt in das Fahrzeug rutscht: „Bei einer ordnungsgemäßen Leerung geht dabei kein Abfall verloren.“

Zu Problemen komme es jedoch, wenn bereitgestellte Leichtverpackungssäcke defekt seien oder Abfallbehälter mit offenem Deckel auf die Leerung warteten – „leider werden insbesondere Papiertonnen häufig überfüllt“. In den vergangenen Wochen seien wetterbedingt Deckel hochgeweht oder Tonnen durch Sturmböen erfasst und umgekippt worden. „Der Abfall landet auch schon im Vorfeld der Abfuhr in Gräben, auf der Straße oder auf Grundstücken“, so die AWS. Die Mitarbeiter auf den Entsorgungsfahrzeugen seien in diesen Fällen nicht verpflichtet, Abfälle aufzusammeln, die – unabhängig von der Sammlung beziehungsweise Leerung – in der Umgebung verteilt seien. „Von den Fahrern verursachte Verschmutzungen hat natürlich das Entsorgungsteam selber zu entfernen.“

rc