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Bückeburg Stadt Zur Zukunft der Vergangenheit
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22:42 03.05.2017
Laut Veranstalter Gisbert Hiller soll es das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum noch mindestens bis zum Jahr 2023 in Bückeburg geben – wenn die Genehmigungsbehörden mitspielen. Quelle: jp
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BÜCKEBURG

Laut  Hiller wird das MPS in Remeringhausen hingegen (Stadthagen) in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden.  Allerdings nennt er für Bückeburg eine Einschränkung. Zitat: „Wenn die Behörden des Kreises dort nicht noch abstrusere Genehmigungsbedingungen erlassen, und wenn die Bevölkerung dort auch weiterhin klar kundtut, dass sie unsere Veranstaltung unbedingt weiterhin in Bückeburg haben möchte.“

4572 unterzeichneten die Petition Pro-MPS

Hintergrund dürfte der Lärmstreit des vergangenen Jahres sein. Im Juli 2016 hatten sich Anwohner mehrmals über die ihres Erachtens zu hohe Lärmbelästigung durch das MPS bei der Kreisverwaltung beschwert. Die Betroffenen kündigten auch die Gründung einer Bürgerinitiative an. Befürworter des Spectaculums riefen die inzwischen 3470 Unterstützer zählende Facebook-Gruppe „Pro MPS Bückeburg“ ins Leben. Es folgte die Online-Petition „Zur Erhaltung kultureller Veranstaltungen Bückeburgs“. Bis zu ihrem Abschluss im Februar 2017 fand sie 4572 Unterzeichner.

Die Kreisverwaltung wiederum hatte Anfang August 2016 dem Spectaculum bescheinigt, die geforderten Lärmschutzauflagen einzuhalten. Eine Woche vor der Kommunalwahl im September hatten sich zudem alle im Rat der Stadt vertretenen Parteien auf Nachfrage von „Pro MPS Bückeburg“-Gründer Uwe Grabsch klar für einen Erhalt der Großveranstaltung ausgesprochen.

Hiller gibt gesundheitliche Gründe an

Bereits im vergangenen Sommer hatte Hiller ein Statement zum stufenweisen Ausstieg aus der derzeit bundesweit 23 Standorte umfassenden Veranstaltungsreihe gegeben. Jetzt hat der Veranstalter das mögliche Abschiedsszenario noch einmal konkretisiert. Als Grund dafür, sich bereits nach diesem Jahr endgültig von mehreren Spielorten zu verabschieden, gibt Hiller gesundheitliche Gründe an: „Ich kann pro Jahr keine 23 oder 25 MPS-Termine mehr verkraften, sondern muss kürzertreten.“ Einem Zwang wolle er daher mit einem geplanten Rückzug zuvorkommen.

Wegfallen sollen ab 2018 vor allem jüngere und kleinere Standorte. Nicht betroffen sind die großen, etablierten: Der „MPS-Dinosaurier“ Dortmund etwa, Hamburg-Öjendorf, Rastede und Köln – sie sollen mindestens bis zum Jahr 2023 Treffpunkt für Ritter, Gaukler und Vaganten bleiben.

Remeringhausen wird gestrichen

Auf der Streichliste findet sich hingegen neben jüngeren Standorten wie Wassenberg, Basthorst und Dresden auch das bei Stadthagen gelegene Rittergut Remeringhausen, wo das MPS erst seit dem Jahr 2012 veranstaltet wird. Von diesem „wunderschönen Spielort“ werde sich das Spectaculum in diesem Jahr mit einem rauschenden Fest gebührend verabschieden, so das Versprechen des MPS-Gründers an die Schaumburger Fans. jp